Am Samstagabend waren mindestens 63 Menschen bei einem Bombenanschlag auf eine Hochzeitsgesellschaft der Hazara in der afghanischen Hauptstadt Kabul getötet und 182 Personen verletzt worden. Bild: James Solly via Flickr CC BY-SA 2.0
Terroranschlag gegen schiitische Hochzeitsgesellschaft in Kabul
Nach einem schweren Terroranschlag auf eine schiitische Hochzeit in Afghanistan hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gefordert, Abschiebungen von schiitischen Hazara aus Deutschland auszusetzen. Deutschland müsse endlich anerkennen, dass die Hazara als ethnische und religiöse Minderheit systematisch in Afghanistan verfolgt werden, verlangte die Menschenrechtsorganisation.
„Vergangene Verbrechen müssen aufgeklärt und geahndet werden. Minderheiten wie die Hazara brauchen effektiven Schutz“, erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius am Sonnabend in Göttingen. „Afghanistan wird erst Frieden finden, wenn auch Frauen Rechte haben und verwundbare Gruppen ein sicheres Leben führen können.“ Header Bild: SOTF2 (CC BY 2.0).
Friedensgespräche mit den Taliban in Doha (7.7.)
GfbV-Forderungen zur Dialogkonferenz in Doha:
• Vergangene Verbrechen müssen aufgeklärt und geahndet werden
• Minderheiten wie die Hazara brauchen effektiven Schutz
• Frauenrechte sind verlässlich zu garantieren
Wir befürchten, dass die anhaltende Gewalt in Afghanistan schwerwiegende Folgen für die morgigen Parlamentswahlen in Afghanistan haben wird.
Bild: Shamsuddin Hamedi/UNAMA via Flickr CC BY-NC 2.0
Wahlen in Afghanistan werden von Gewalt gegen die schiitische Minderheit überschattet
Viele Schiiten werden den afghanischen Parlamentswahlen fernbleiben, nicht weil sie den Boykottaufruf der Taliban-Rebellen befolgen, sondern weil sie dem Staat mangelnden Schutz ihrer Minderheit vorwerfen.
Menschen der schiitischen Hazara-Minderheit in Afghanistan. Im Jahr 2017 waren mindestens 315 Hazara der Gewalt sunnitischer Extremisten zum Opfer gefallen. Die GfbV fordert einen besseren Schutz der Hazara. Bild: USACE photo/Karla K. Marshall via Flickr CC BY-SA 2.0
Hazara brauchen wirksameren Schutz
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat einen besseren Schutz der schiitischen Hazara-Minderheit vor Gewalt in Afghanistan gefordert, nachdem heute erneut mindestens 48 Angehörige der Minderheit bei einem Terroranschlag in Kabul getötet wurden.
Die Hazara sind in den letzten Monaten neben Soldaten und Polizisten zu den Hauptopfern islamistischer Gewalt in Afghanistan geworden. Foto: ABC Open Riverland
Hazara sind neben Sicherheitskräften Hauptopfer der Gewalt sunnitischer Extremisten
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat nach dem heutigen Terroranschlag gegen Schiiten in Kabul auf die besondere Gefährdung der schiitischen Hazara in Afghanistan hingewiesen.
Afghanistans Regierung und Sicherheitskräfte waren bisher nicht in der Lage, die besonders gefährdete Minderheit der rund drei Millionen schiitischen Hazara vor politisch motivierter Gewalt zu schützen. Foto: USACE Afghanistan Engineer District-South via Flickr
Terroranschlag in Kabul
Nach dem jüngsten Terroranschlag in Kabul hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen besseren Schutz der schiitischen Minderheit in Afghanistan gefordert. Mindestens 315 Schiiten wurden nach Informationen der Menschenrechtsorganisation dort im Jahr 2017 bei Terroranschlägen extremistischer Sunniten getötet.
Wir beobachten eine drastische Verschärfung der Sicherheitslage in Afghanistan. Vor allem schiitische Hazara leiden massiv unter der Zunahme der Gewalt. Foto: FlickerSet via Flickr
Afghanistan: Weitere Abschiebungen für 6. Dezember geplant
Nach der Ankündigung neuer Abschiebungen nach Afghanistan hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) das Auswärtige Amt aufgefordert, endlich seinen verspäteten Lagebericht zur Situation in dem umkämpften Land vorzulegen.
Der Anschlag macht deutlich, dass Kabul auch nicht als sichere Enklave in einem immer mehr von Bürgerkrieg gezeichneten Land angesehen werden kann. Foto: Brian Hillegas via Flickr
Schwerer Bombenanschlag in Kabul: Afghanistan ist nicht sicher
Nach dem schweren Bombenanschlag auf das Kabuler Diplomatenviertel hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch einen Stopp der Abschiebungen von Flüchtlingen nach Afghanistan gefordert.
Die Hazara stellen rund 20 Prozent der etwa 30 Millionen Einwohner Afghanistans. Foto: koldo via flickr
Afghanistan: Terroranschlag gegen Moschee der Schiiten in Kabul
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat nach dem blutigen Terroranschlag gegen eine schiitische Moschee in Kabul am heutigen Montag einen besseren Schutz der schiitischen Hazara-Minderheit gefordert.