Traditionelles „Christmas Pardon“ steht vor der Tür
Mit dem dringenden Appell, den schwerkranken inhaftierten indianischen Bürgerrechtler Leonard Peltier bei seinem diesjährigen traditionellen „Christmas Pardon“ zu berücksichtigen und ihn zu begnadigen, hat sich die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch an US-Präsident Barack Obama gewandt. Wir haben Hoffnung, dass Präsident Obama unsere Bitte mit besonderer Sensibilität aufnehmen wird.
9. August: Internationaler Tag der indigenen Völker
Weltweit müssen indigene Völker einen hohen Preis für den unersättlichen Energiehunger in den Industrienationen zahlen. Darauf macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen anlässlich des Tages der indigenen Völker (9. August) aufmerksam. Damit bei uns das Licht nicht ausgeht, wird Ureinwohnerland im kanadischen Saskatchewan oder in Australien durch den Uranabbau radioaktiv verseucht, verschwindet das Land der Wayúu-Indianer in Kolumbien oder der Schoren in Sibirien in riesigen Tagebauminen der Steinkohleindustrie.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist alarmiert von den Nachrichten über Gewalt gegen eine bis vor kurzem in freiwilliger Abgeschiedenheit lebende Gruppe von Amazonasindianern, über deren „Entdeckung“ am heutigen Freitag berichtet wird. Offenbar mussten diese Ureinwohner im Grenzbereich zwischen Peru und Brasilien vor gewaltsamen Übergriffen von Holzfällern oder Drogenschmugglern die Flucht ergreifen.
Anlässlich der jüngsten Proteste traditionell gekleideter Ureinwohner wenige Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die großen Probleme der indianischen Gemeinschaften in Brasilien aufmerksam. „Ihre Landrechte sind noch immer weitgehend ungesichert, so dass Großgrundbesitzer leichtes Spiel haben. Gleichzeitig nimmt der Druck auf die indigenen Gebiete durch Entwaldung, Rohstoffabbau und Staudämme zur Gewinnung von Wasserkraft stetig zu“, fasst Yvonne Bangert, GfbV-Referentin für indigene Völker, zusammen.
Hunderte Sprachen vom Aussterben bedroht – Positive Entwicklung bei Sprachen indigener Völker in Mittelamerika
Anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) darauf aufmerksam, dass mehr als 600 Sprachen und Dialekte vom Aussterben bedroht sind. Weitere 1.800 von weltweit mehr als 6.000 Sprachen sind akut gefährdet.
„Idle No More“ – „Nicht länger tatenlos“ – diesen Namen haben Indigene Kanadas ihrer Basisbewegung gegeben, die sie im November 2012 gegründet haben. Sie wehren sich gegen die Verabschiedung von Gesetzen, die ihre angestammten Rechte endgültig außer Kraft setzen, und machen mit verschiedenen Aktionen auf den Ausverkauf von „Mutter Erde“ aufmerksam.
Gauck soll sich in Brasilien zum Fürsprecher bedrohter Indigener machen
Bundespräsident Joachim Gauck soll sich in Brasilien zum Fürsprecher bedrängter indigener Gemeinschaften machen. Darum hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ihn kurz vor seiner Abreise nach Südamerika gebeten. Wir müssen befürchten, dass mühsam erkämpfte Grundrechte der Ureinwohner gleich durch mehrere Gesetzesvorhaben massiv eingeschränkt werden.
Appell an Merkel: Sieben indianische Gruppen im Yasuní-Nationalpark vor drohender Ölförderung in Schutz nehmen!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) nimmt den Besuch des Präsidenten von Ecuador, Rafael Correa, in Berlin zum Anlass, um auf den drohenden Ausverkauf des Yasuní-Nationalparks im Osten des südamerikanischen Landes an Erdöl fördernde Unternehmen hinzuweisen.