Bei seinem Antrittsbesuch in Brüssel am vergangenen Freitag hat Bundeskanzler Friedrich Merz angekündigt, das deutsche Lieferkettengesetz (LkSG) abschaffen zu wollen. Zudem sprach er sich klar gegen die geplante EU-Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) aus. Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis, zu dem auch die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gehört, reagiert mit deutlichem Protest – und startet die Petition „Keine Gewinne ohne Gewissen – Menschenrechte und Umwelt schützen!“
Die Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt zum Earth Overshoot Day für Deutschland am 3. Mai vor den Auswirkungen des übermäßigen Ressourcenverbrauchs auf Länder im Globalen Süden und macht darauf aufmerksam, dass indigene Gemeinschaften überproportional unter den Folgen leiden.
Der Dokumentarfilm „Karuaras – die Menschen des Flusses“ beschäftigt sich mit dieser tiefen Verbindung und der Bedrohung, der sie ausgesetzt ist: Erdöllecks zerstören das ökologische Gleichgewicht des Río Marañon. Die Kukama-Frauen ziehen vor Gericht, damit der Fluss als Rechtssubjekt anerkannt wird.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) betont vor dem Urteil im Gerichtsverfahren von Saúl Luciano Lliuya gegen den deutschen Energiekonzern RWE die dringende Notwendigkeit, die Kosten für den Klimawandel nicht in den Globalen Süden auszulagern und Unternehmen zur Rechenschaft zu ziehen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert die EU-Kommission auf, Wirtschaftsinteressen nicht über grundlegende Menschenrechte zu stellen und eine weitere Aushöhlung des EU-Lieferkettengesetzes zu verhindern. Die aktuelle Entscheidung der Kommission, das Inkrafttreten des Gesetzes zu verschieben und unter dem Vorwand des Bürokratieabbaus über Lockerungen zu beraten, sei laut der Menschenrechtsorganisation besorgniserregend.
Verleihung des Nachhaltigkeitspreises der Bundesregierung an Energiekonzern EnBW wäre ein „falsches Zeichen“
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kritisiert die Nominierung des Energiekonzerns EnBW für den „Corporate Social Responsibility“-Preis der Bundesregierung und fordert die Jury gemeinsam mit weiteren Menschenrechtsorganisationen dazu auf, den Nachhaltigkeitspreis nicht an EnBW zu verleihen.
Anlässlich des UN-Tages des Artenschutzes (UN World Wildlife Day) am 3. März macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die systematische Vertreibung der indigenen Maasai in Tansania aufmerksam. Unter dem Deckmantel des Naturschutzes werden Maasai seit Jahrzehnten aus ihren angestammten Gebieten im Norden des Landes vertrieben, um Flächen für den (Jagd-)Tourismus und andere kommerzielle Interessen wie CO₂-Ausgleichsflächen freizumachen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf, während seiner Südamerika-Reise Menschenrechtsverletzungen an Indigenen Völkern zu thematisieren. Zum Auftakt seines Besuchs reist Steinmeier am 28. Februar nach Uruguay, sowie im Anschluss nach Paraguay und Chile.
Freude über Freilassung des indigenen Bürgerrechtlers Leonard Peltier
Mit großer Freude hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die Entlassung des indigenen Bürgerrechtlers Leonard Peltier aus dem US-Hochsicherheitsgefängnis Coleman in Florida reagiert.