Indigene Völker aller Kontinente werden ihren Anliegen auf der Weltklimakonferenz COP27 Gehör verschaffen. Auch mit Unterstützung der Gesellschaft für bedrohte Völker reisen indigene Vertreterinnen und Vertreter darum nach Scharm asch-Schaich. Der Klimawandel bedroht die Lebensgrundlagen indigener Völker immens. Zugleich spielen sie durch ihr einzigartiges Wissen eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung der Krise.
Eine zweite Amtszeit für den amtierenden Präsidenten Jair Bolsonaro wäre eine Katastrophe für die indigenen Völker Brasiliens. Zu dieser Einschätzung kommt die Gesellschaft für bedrohte Völker vor der Stichwahl zwischen Bolsonaro und seinem linksgerichteten Herausforderer Luís Inácio Lula da Silva am 30. Oktober. Seit Bolsonaros Amtsantritt nahm die Gewalt gegen indigene Gemeinschaften unaufhörlich zu.
Teilmobilisierung trifft Indigene unverhältnismäßig stark
Indigene Gemeinschaften kritisieren gegenüber der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), dass sie von der Teilmobilisierung in Russland besonders stark betroffen sind. „In etlichen indigenen Sied…
GfbV begrüßt Ernennung Deb Haalands
Als Innenministerin für wichtige indigene Belange verantwortlich
Will deutlich weniger Konzessionen für Rohstoff-Förderung in Schutzgebieten zulassen
UN-Dekade der indigenen Sprachen:
• Internationale Dekade der indigenen Sprachen 2022-2032 beschlossen
• „Ein Erfolg für Indigene und eine Aufwertung ihres Rechtes auf Sprache“
• Implementierung konkreter Sprach- und Bildungsrechte jetzt möglich
Die brasilianische Regierung hat ein weiteres Infrastrukturprojekt im Amazonasgebiet angeordnet. Betroffene indigene Gemeinschaften sehen darin einen gezielten Angriff auf ihre Rechte. Das Projekt betrifft mehr als 40 verschiedene indigene Völker, verteilt auf 208 Gemeinschaften mit über 8.700 Einwohnern. Foto: Forderungen nach Demarkierung von Indigenen auf dem Protestcamp Acampamento in Brasilia im April 2019. Sonk/GfbV
Brasilien: Per Dekret von Bolsonaro
Die brasilianische Regierung hat ein weiteres Infrastrukturprojekt im Amazonasgebiet angeordnet. Betroffene indigene Gemeinschaften sehen darin einen gezielten Angriff auf ihre Rechte. Der zuständige Projektleiter Maynard Marques de Santa Rosa hatte in einem Artikel angeregt, ein solches Projekt zu nutzen, um NGOs zu schaden. Er beschreibt, wie Geheimdienste Büros von Indigenen- und Umweltorganisationen abhören, ihre Medienkampagnen neutralisieren, internationale NGOs kontrollieren sowie Fördergelder an brasilianische NGOs komplett unterbinden sollen.
Mehrere tausend Indigene werden sich beim diesjährigen „Acampamento Terra Livre“ (ATL) vernetzen und ihren Forderungen Ausdruck verleihen. Das Protestcamp Indigener für ihre Landrechte findet vom 23. bis 26. April vor dem Parlament in Brasília statt. Es wird durch zahlreiche nationale und internationale Organisationen unterstützt – Regina Sonk ist für die GfbV vor Ort. Foto: Apib Comunicação via Flickr (CC BY-SA 2.0)
„Präsident Bolsonaro, Hände weg von unserem Land”
Mehrere tausend Indigene werden sich beim diesjährigen „Acampamento Terra Livre“ (ATL) vernetzen und ihren Forderungen Ausdruck verleihen. Das Protestcamp Indigener für ihre Landrechte findet vom 23. bis 26. April vor dem Parlament in Brasília statt. Es wird durch zahlreiche nationale und internationale Organisationen unterstützt – Regina Sonk ist für die GfbV vor Ort. Parallel zum ATL finden heute vor den brasilianischen Botschaften in vielen Hauptstädten Mahnwachen zur Unterstützung der indigenen Proteste statt. Die GfbV unterstützt die Veranstaltung in Berlin.
Grimmig schaut der Indianerkopf auf den Helmen des Washingtoner Footballteams der gegnerischen Mannschaft entgegen. Abseits des Spielfeldes schauen Native Americans grimmig auf das Logo selbst und die Verantwortlichen der Football-Liga. Bild: Keith Allison via Flickr CC BY-SA 2.0
Folge dem Geld!
In den USA geht es nicht nur auf dem sportlichen Spielfeld hoch her. Auch die Namen und Logos einzelner Teams erhitzen die Gemüter – der Vorwurf: Rassismus