Neue Verhaftungen in Minderheiten-Regionen überschatten Demokratisierung Burmas
Neue Verhaftungen von Angehörigen der ethnischen Minderheit der Kachin überschatten die Demokratisierung Burmas. In den vergangenen Wochen seien rund 100 Zivilisten im umkämpften Bundesstaat Kachin wegen angeblicher Unterstützung der Kachin Freiheitsbewegung verhaftet worden.
Menschenrechte für ethnische Minderheiten sind Schlüssel für friedliche Entwicklung Burmas
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an Außenminister Guido Westerwelle und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton appelliert, bei ihren bevorstehenden Reisen nach Burma mehr Menschenrechte für ethnische Minderheiten einzufordern. Bei aller Euphorie über die demokratische Öffnung Burmas darf nicht vergessen werden, dass in manchen Minderheiten-Regionen noch immer blutige Kämpfe stattfinden. Menschen werden dort willkürlich verhaftet, vertrieben oder erschossen.
Deutsche Aufbauhilfe wird in Minderheiten-Regionen besonders benötigt
Zum Auftakt des Burma-Besuches von Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gefordert, im Rahmen deutscher Aufbauhilfe besonders die lange vernachlässigten Regionen ethnischer Minderheiten zu fördern. Es gibt viel Armut in den ländlichen Gebieten Burmas, doch nirgendwo ist die Lage schlimmer als in den Regionen der Nationalitäten.
Kämpfe in Minderheiten-Region halten an – Mehr als 65.000 Kachin fliehen vor Gewalt
Trotz der Liberalisierung in Burma halten Kämpfe und schwere Menschenrechtsverletzungen im Bundesstaat Kachin im Nordosten des Landes weiter an. Mehr als 65.000 Angehörige der Nationalität der Kachin sind vor der Gewalt geflohen, davon rund 10.000 Menschen in das benachbarte China.
Burma: Menschenrechtslage hat sich seit Ende der Militärdiktatur verschlechtert
Rund fünf Monate nach Einsetzung einer zivilen Regierung in Burma ist die Menschenrechtslage in dem südostasiatischen Land noch schlimmer als während der vorangegangenen Militärdiktatur. Diese kritische Bilanz zog die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor dem am Sonntag beginnenden Besuch des Sonderberichterstatters der Vereinten Nationen zur Menschenrechtslage in Burma, Tomas Quintana, in dem Vielvölkerstaat.
Deutschlands Burma-Politik im Kreuzfeuer internationaler Kritik
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wirft der Bundesregierung vor, die Untersuchung von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Angehörigen ethnischer Minderheiten in Burma zu behindern. So bewegt sich Deutschlands Burma-Politik ins Abseits und wird international massiv kritisiert.
Mehr als 10.000 Minderheitenangehörige in Burma erneut auf der Flucht – Chinas Energiehunger schürt Krieg in Burma
Anlässlich des Weltflüchtlingstages (20.6.) weist die Gesellschaft für bedrohte Völker auf ein kaum beachtetes Flüchtlingsdrama im Osten Burmas hin. Dort mussten in dieser Woche mehr als 10.000 Angehörige des Volkes der Kachin vor Kämpfen zwischen burmesischen Soldaten und der Kachin-Freiheitsbewegung fliehen.