Seit der Annektierung der Krim durch Russland im Frühjahr 2014 sind die Krimtataren Schikanen und Repressionen ausgesetzt. Unser GfbV-Koordinator für die Krimtataren, Dr. Mieste Hotopp-Riecke, hat für Sie dazu ein Presse- und Aktionsdossier erstellt, das eine Bandbreite an Hintergrundinformationen und Aktionsmöglichkeiten bietet.
Dr. Mieste Hotopp-Riecke leitet das Institut ICATAT (Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien) in Magdeburg, ist seit vielen Jahren ehrenamtlicher Koordinator der GfbV für die Turkvölker und setzt sich besonders für die Rechte der Krimtataren ein.
78. Jahrestag der Deportation der Krimtataren 1944
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) erinnert am heutigen Mittwoch an die kollektive Deportation der Krimtataren unter Stalin. „Es ist besonders bitter für diese leidgeprüfte Gemeinschaft, d…
In Schulen auf der von Russland annektierten Krim wird zunehmend russische Propaganda gelehrt, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) aus krimtatarischen Kreisen erfahren hat. Die krimtatarische Selbstvertretung Medschlis wurde vor genau sechs Jahren, am 13. April 2016, verboten.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Gesellschaft für Osteuropakunde organisieren eine Online-Veranstaltung zur Menschenrechtslage auf der Krim, zu der wir Sie herzlich einladen. Die Veranstaltung am 24. Februar 2021 beginnt um 18 Uhr deutscher Zeit. Sie wird simultan auf Deutsch und Russisch übersetzt. Es diskutieren:
Emine Dschaparova, stellvertretende Außenministerin der Ukraine
Refat Tschubarov, Vorsitzender des Medschlis des Krimtatarischen Volkes
Eskender Barijev, Vorstandsvorsitzender des Krimtatarischen Ressourcenzentrums
Dr. Mieste Hotopp-Riecke, Vorstandsvorsitzender des Instituts für Caucasia-, Tatarica- und Turkestan-Studien (ICATAT) und Krim-Koordinator der GfbV
Moderation: Dr. Gabriele Freitag, Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO).
Russischer Einfluss auf den Bundestag:
• Bundestagsverwaltung muss finanzielle Verstrickungen detailliert prüfen
• Kritik an der Krim-Annexion wäre ohne Sanktionen zahnlos geblieben
• Bundestagspräsident muss Versuchen der Einflussnahme vehement entgegentreten
AfD-Abgeordneter auf der besetzten Krim:
• Bundestagspräsidium muss umfassend aufklären und gegebenenfalls sanktionieren
• „Wenn Putin Claqueure im Bundestag bezahlt, ist das ein ausgemachter Skandal“
• Weiter regelmäßig Menschenrechtsverletzungen auf der Krim, Tataren besonders betroffen
Ukrainischer Außenminister zu Gesprächen in Berlin (2.6.)
Ukrainischer Außenminister in Berlin:
• Klare Absage an G7-Einladung Russlands gefordert
• Besatzung und Menschenrechtsverletzungen dauern an
• Zahlreiche Medienhäuser geschlossen und Kritiker verhaftet
Krim-Frage bei Gesprächen mit Russland nicht aussparen
— Göttingen, den 23. Dezember 2019 —- Angesichts russischer Menschenrechtsverletzungen auf der völkerrechtswidrig besetzten Halbinsel Krim hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) davor …
Bielova hatte 2017 an einem Austausch zwischen Minderheiten aus der Ukraine und Deutschland teilgenommen, den die GfbV gemeinsam mit der krimtatarischen Organisation DEVAM durchgeführt hatte. Foto: Böttcher/GfbV (2017)
Messer-Angriff in der Ukraine
Am Abend des 24. Oktober wurde die Roma-Aktivistin Anzhelika Bielova von einem Unbekannten attackiert und schwer verletzt. Der Täter ist auf der Flucht. Bielova leitet die Organisation Lacho Drome, ein Zentrum für Roma-Rechte in der süd-ukrainischen Stadt Zaporizhia. „Wir sind schockiert von diesem offenbar gezielten Angriff auf eine Aktivistin für Minderheitenrechte“, erklärt Jasna Causevic, Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) verurteilt die Wiederherstellung der Stimmrechte Russlands im Europarat. „Mit dieser Entscheidung sendet Straßburg ein fatales Signal: Sanktionen lassen sich durch Erpressung aufheben“, kritisiert GfbV-Direktor Ulrich Delius. „Das ist ein Schlag ins Gesicht der Opfer der Krim-Annexion.“ Die massiven Menschenrechtsverletzungen auf der Krim würden nun nachträglich akzeptiert. Header Bild: Denis Simonet (CC BY 2.0)
Russland im Europarat
Russland im Europarat:
– GfbV: „Sanktionen lassen sich durch Erpressung aufheben.“
– „Zukünftige Sanktionen werden nicht mehr schwer wiegen.“
– „Mit dieser Entscheidung erweist der Europarat Frieden und Menschenrechten in Europa einen Bärendienst.“