Die Kurden zählen zu den indoeuropäischen Völkern. Mit 30-35 Millionen Menschen sind sie weltweit das größte Volk ohne eigenen Staat. Ihr Siedlungsgebiet wurde nach dem 1. Weltkrieg zwischen den neu entstandenen Staaten Syrien, Irak, Türkische Republik und Iran aufgeteilt. Eine kurdische Streuminderheit lebt in der ehemaligen Sowjetunion.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker und der Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland bemängeln, dass die kommenden Wahlen in der Türkei nicht fair ablaufen werden. Denn seit Jahren arbeiten Präsident Recep Tayyip Erdoğan und seine Partei AKP an der Aushöhlung demokratischer Strukturen im Land. Um seine Konservative Wählerschaft zu mobilisieren, setzt er immer mehr auf Hetze gegen ethnische und religiöse Minderheiten.
Einladung zur Menschenrechtsaktion in Berlin (25.3.)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt die Menschenrechtsaktion der in Berlin lebenden Kurden aus Afrin und ihrer Freunde gegen die willkürliche Gewalt der Türkei und ihrer islamis…
Einladung zur Menschenrechtsaktion in Berlin (16.3.)
Im Vorfeld des fünften Jahrestages der völkerrechtswidrigen Besetzung der nordsyrischen Kurdenregion Afrin am 18. März 2018 durch das NATO-Mitglied Türkei veranstaltet die Gesellschaft für bedrohte Völker eine Mahnwache vor dem Auswärtigen Amt in Berlin. Dazu laden wir Sie herzlich ein.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker ist enttäuscht vom Umgang des Bundespräsidialamtes mit der Gedenkveranstaltung für die Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien. Die Kurdische Gemeinde Deutschland wurde von der Veranstaltung ausgeschlossen.
Das Golfemirat Katar will die ethnische Säuberung der nordsyrischen kurdischen Region Afrin durch die Türkei unterstützen, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker berichtet. Vor wenigen Tagen besuchte der katarische Botschafter in der Türkei Dschindires, etwa 20 Kilometer südwestlich von Afrin-City. Er kündigte an, an der Stelle von der vom Erdbeben zerstörten Kleinstadt eine neue Stadt mit dem Namen „Madinat Al Karama“ zu errichten.
Alevitische Gemeinden in Pazarcik und Elbistan im Südosten der Türkei beklagen systematische Diskriminierung bei Hilfsgütern, Nothilfen und der Bergung von Erdbebenopfern, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker unter Berufung auf alevitische Quellen berichtet.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker fordert erneut die Öffnung aller Grenzübergänge aus der Türkei nach Nordsyrien, insbesondere nach Afrin. Hilfsorganisationen, Medienschaffende und unabhängige Beobachtungsmissionen müssten uneingeschränkten Zugang zu allen Betroffenen im Katastrophengebiet bekommen. Forderungen an das Assad-Regime in Damaskus sind dabei nutzlos. Es kontrolliert die Grenze nicht. Nur die Türkei kann Hilfslieferungen durchlassen oder blockieren.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker ist tief besorgt über türkische Versuche, die Erdbebenkatastrophe für ihre politischen Ziele zu missbrauchen. Betroffene vor Ort berichten , dass islamistische Söldner im Auftrag der Türkei Hilfsgüter beschlagnahmen und gezielt von kurdischen Siedlungen fernhalten.
Das Erdbeben in der Türkei und Syrien hat dem Maydanki-Staudamm bei Afrin weitere schwere Schäden zugefügt. Der Staudamm bei Afrin wurde bereits vor fünf Jahren durch türkische Luftangriffe während der völkerrechtswidrigen Invasion in die kurdische Region beschädigt.