Die Kurden zählen zu den indoeuropäischen Völkern. Mit 30-35 Millionen Menschen sind sie weltweit das größte Volk ohne eigenen Staat. Ihr Siedlungsgebiet wurde nach dem 1. Weltkrieg zwischen den neu entstandenen Staaten Syrien, Irak, Türkische Republik und Iran aufgeteilt. Eine kurdische Streuminderheit lebt in der ehemaligen Sowjetunion.
Der türkische Machthaber Erdogan versucht, von den USA und Russland grünes Licht für neue Angriffskriege gegen die kurdische und andere Minderheiten in Nordsyrien zu erhalten.
Zum ersten Jahrestag des Todes von Thomas Oppermann am 25. Oktober besuchen Menschen aus dem nordsyrischen kurdischen Afrin und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesellschaft für bedrohte Völker das Grab des SPD-Politikers.
Menschenrechtspreis der Stadt Weimar:
• Kurdischer Oppositionspolitiker Selahattin Demirtas wird ausgezeichnet
• Einer der wichtigsten Oppositionspolitiker in der jüngeren Geschichte der Türkei
• Steht für eine friedliche Lösung der Kurdenfrage, Demokratisierung, Glaubensfreiheit und Gleichberechtigung aller Volksgruppen in der Türkei
Grenzübergänge nach Syrien:
• Humanitäre Versorgung von Millionen Menschen durch fehlenden Zugang gefährdet
• Offene Grenzübergänge meist unter der Kontrolle des Assad-Regimes oder islamistischer Milizen
• Notleidende werden zum geostrategischen Spielball gemacht
Präsidentschaftswahlen im Iran (18.6.):
• GfbV fordert Ende der staatlichen Hetzkampagnen gegen Bahá’í und andere Minderheiten
• Kleinere Bevölkerungsgruppen brauchen sprachliche und kulturelle Rechte
• Keine Verbesserung der Lage der Menschen-, Frauen- und Minderheitenrechte unter dem aktuellen Präsidenten Hassan Rohani
Zusammentreffen von Biden und Erdogan beim Nato-Gipfel:
• GfbV appelliert an Biden, sich für ein Ende der türkischen Gewalt gegen ethnische und religiöse Minderheiten einzusetzen
• Angriffe auf kurdische, christliche und alevitische Bevölkerung Syriens und des Irak unter den Augen des russischen und US-amerikanischen Militärs
• Angestrebte Veränderung der demografischen Struktur Nordsyriens ist völkerrechtswidrig
Verbot von Ansaar International:
• Verbot des salafistischen Vereins unzureichend koordiniert
• Al-Nusra-Front wird vor allem von der Türkei unterstützt
• Deutschland und andere Nato-Staaten nehmen das seit Jahren hin
Völkermord an der armenischen Bevölkerung:
• Wütende Reaktionen in der Türkei nach Anerkennung durch USA
• Hass und Drohungen gegenüber Abgeordneten aus Minderheiten
• Keine Reaktion auf die Entgleisungen aus Deutschland
Prozessauftakt gegen Selahattin Demirtas (26.4.):
• GfbV beklagt Doppelstandards in Bezug auf Oppositionelle
• Kaum Solidarität für Demirtas, weil er in einem Nato-Staat unterdrückt wird
• Politisch kontrollierte Justiz der Türkei ignoriert seit Jahren EGMR-Urteile