Die Kurden zählen zu den indoeuropäischen Völkern. Mit 30-35 Millionen Menschen sind sie weltweit das größte Volk ohne eigenen Staat. Ihr Siedlungsgebiet wurde nach dem 1. Weltkrieg zwischen den neu entstandenen Staaten Syrien, Irak, Türkische Republik und Iran aufgeteilt. Eine kurdische Streuminderheit lebt in der ehemaligen Sowjetunion.
Präsident Recip Erdogan schreckt vor nichts zurück, um seinen drohenden Machtverlust zu verhindern. Bild: Recep Tayyip Erdogan via Flickr CC0 1.0
Proteste zum Staatsbesuch des türkischen Präsidenten in Berlin
Mit drei Menschenrechtsaktionen wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor und während des Staatsbesuchs des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Berlin auf die anhaltenden schweren Menschenrechtsverletzungen in der Türkei und in türkischen besetzen Regionen Syriens aufmerksam machen.
Der türkische Präsident Erdogan darf keinen Blankoscheck erhalten, da Minderheiten- und Menschenrechte noch immer nicht durchgesetzt werden. Mindestens 7.000 politische Gefangene sollen noch immer in Haft sein. Bild: unaoc via Flickr CC BY-NC-ND 2.0
Kein Blankoscheck für Präsident Erdogan
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat gefordert, dass Menschenrechte zur Leitschnur der Deutsch-Türkischen Beziehungen werden müssen, wenn die Bundesregierung auf das Angebot Präsident Erdogans eingeht, einen „Neustart“ in den beiderseitigen Beziehungen zu versuchen.
Die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen will die Zivilbevölkerung in Syrien vor weiteren Giftgas-Einsätzen schützen. Allerdings fehlen konkrete Vorschläge seitens der Bundesregierung und auch der NATO für eine politische Lösung des Syrien-Konfliktes. Bild: Jette Carr via Flickr CC BY 2.0
Politische Lösung für Syrien gefordert
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die Haltung von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die Zivilbevölkerung in Syrien vor weiteren Giftgas-Einsätzen schützen zu wollen.
Seit einem halben Jahrhundert setzen wir uns für ethnische und religiöse Minderheiten, Nationalitäten und indigene Gemeinschaften, gegen Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit und für den Schutz der Zivilbevölkerung in Kriegen ein.
Bild: GfbV
50 Jahre Gesellschaft für bedrohte Völker
1968 – das ist nicht nur das Jahr der Studentenbewegung, ihres Aufbegehrens gegen verknöcherte Autoritäten, die Elterngeneration und den Vietnamkrieg.
Heiko Maas besucht die Afrikanische Union, die vom Auswärtigen Amt sogar als Stabilitätsanker gelobt wird. Foto: Evan Schneider via UN Photo
Außenminister Maas in der Türkei erwartet
Bundesaußenminister Heiko Maas soll sich in der Türkei nicht nur für die Freilassung der inhaftierten deutschen Staatsbürger, sondern auch für die Freilassung der vielen tausend inhaftierten Menschenrechtler, gewählten Bürgermeister und Journalisten des Landes sowie insbesondere für die verfolgten Angehörigen der kurdischen Volksgruppe einsetzen.
Nur wenn klare Zeichen für Demokratie und Menschenrechte in seinem Land gesetzt werden, ist der Deutschlandbesuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vertretbar. Die GfbV fordert die Freilassung der inhaftierten Journalisten. Bild: Istanbul/Guido Menato via Flickr CC BY-NC 2.0
Menschenrechtler warnen: Erdogan ist kein vertrauenswürdiger Partner
Für die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist der bevorstehende Deutschlandbesuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nur dann vertretbar, wenn er zuvor deutliche Zeichen für Demokratie und Menschenrechte in seinem Land setzt.
Nahostreferent Kamal Sido (rechts) bei einer Menschenrechtsaktion der Gesellschaft für bedrohte Völker in Berlin gegen die Besetzung Afrins. Bild: GfbV
Nordsyrien: Schwere Vorwürfe gegen türkische Besatzungsmacht in Afrin
Schwere Vorwürfe hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gegen die türkische Besatzungsmacht im nordsyrischen Kurdengebiet Afrin erhoben.
„Die Menschen haben immer weniger Angst vor Erdogans Schlägertruppen." Bild: geralt via pixabay CC 0 1.0
Türkei: Wahlmanipulationen in Kurdenregion beobachtet
Nach Recherchen der Gesellschaft für die bedrohte Völker (GfbV) hat es bei den Wahlen in der Türkei am Sonntag vor allem in den Kurdengebieten im Osten des Landes erhebliche Wahlmanipulationen gegeben.
Grün stellt die türkische Armee dar, Rot Assads Truppen und Gelb kurdische Kämpfergruppen. Vor dem Beginn der Operation Olivenzweig im Januar 2018 befand sich Afrin im gelben Einflussbereich. Bild: MrPenguin20 via Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0
TERMIN: 100 Tage unter türkischer Besatzung – Menschenrechtler erinnern mit Menschenrechtsreport und Mahnwache an Schicksal von Afrin
Mit einer Mahnwache vor dem Brandenburger Tor und der Übergabe eines Menschenrechtsreports über die völkerrechtswidrige Besetzung der Kurdenregion an den Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Thomas Oppermann (SPD), erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am kommenden Dienstag in Berlin an das Schicksal der Menschen in Afrin.