Die Kurden zählen zu den indoeuropäischen Völkern. Mit 30-35 Millionen Menschen sind sie weltweit das größte Volk ohne eigenen Staat. Ihr Siedlungsgebiet wurde nach dem 1. Weltkrieg zwischen den neu entstandenen Staaten Syrien, Irak, Türkische Republik und Iran aufgeteilt. Eine kurdische Streuminderheit lebt in der ehemaligen Sowjetunion.
Ohne Rücksicht auf die Gesundheit und das Leben von vielen tausend Zivilisten zettelt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan neue Kriege gegen die Kurden an. Bild: Pressedienst des Präsidenten der Russischen Föderation via Wikimedia Commons CC BY 4.0
Türkei: Schwere Vorwürfe gegen Erdogan
Kurz vor den Wahlen in der Türkei warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor einer Eskalation der Gewalt gegen Kurden innerhalb und außerhalb des Landes.
Die Bürger des Irak entscheiden am Samstag, wer in den Repräsentanten-Rat einzieht. Seine 329 Mitglieder werden den Präsidenten, sowie den Premierminister wählen. Bild: Lizenzfrei
Irak: Gerechtigkeit und Gleichberechtigung für Christen, Mandäer und andere Minderheiten gefordert
Anlässlich der Parlamentswahlen im Irak am kommenden Samstag (12.5.) appelliert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an die großen irakischen Parteien, endlich den Forderungen der Minderheiten nach Gleichberechtigung mehr Gehör zu schenken.
Nur mit gültigen Visa können türkische Imame nach Deutschland einreisen. Foto: Travelswiss1 via Flickr.
Einreise von 350 Ditib-Imamen kritisiert: Visa an Imame aus der Türkei zurückhaltender vergeben!
Die Bundesregierung soll dafür sorgen, dass Visa an Imame des Dachverbands der türkischen Moscheegemeinden Ditib viel zurückhaltender vergeben werden als bisher.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und weitere türkische Politiker wollen im Rahmen der vorgezogenen Wahlen auch in Deutschland auftreten. Foto: AMISOM Public Information via Flickr
Verbot von türkischen Wahlkampfauftritten gefordert
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat ein Verbot von Wahlkampfauftritten türkischer Politiker in Deutschland gefordert, um die Spannungen zwischen Kurden und Türken nicht weiter zu schüren
Deutschland hat eine besondere Verantwortung, Kriegsverbrechen der Türkei in Syrisch-Kurdistan in aller Schärfe zu verurteilen und weitere Verletzungen des humanitären Völkerrechts zu unterbinden, da bei dem türkischen Angriff auf Afrin auch in Deutschland hergestellte Panzer entscheidend eingesetzt werden. Foto: Mark Garten via UN Photo
Deutschland und NATO-Staaten sollen Verletzungen des humanitären Völkerrechts verurteilen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat der Türkei die systematische Verletzung des humanitären Völkerrechts und Kriegsverbrechen bei ihrem Vormarsch auf die Stadt Afrin im Norden Syriens vorgeworfen.
Am 16. und 17. März 1988 bombardierte die Luftwaffe des damaligen Regimes von Saddam Hussein Halabja mit Giftgas. Mindestens 5.000 Menschen starben innerhalb weniger Stunden.
„Halabja 1988/Afrin 2018: Damals Giftgas, heute Panzer – Keine deutschen Waffen gegen Kurden!“
Im Andenken an die Opfer des Giftgasangriffes auf die kurdische Stadt Halabja in Irakisch-Kurdistan vor 30 Jahren organisiert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am 13. März eine Mahnwache unter dem Motto: „Halabja 1988/Afrin2018: Damals Giftgas, heute Panzer – Keine deutschen Waffen gegen Kurden!“ vor dem Brandenburger Tor in Berlin.