Die Kurden zählen zu den indoeuropäischen Völkern. Mit 30-35 Millionen Menschen sind sie weltweit das größte Volk ohne eigenen Staat. Ihr Siedlungsgebiet wurde nach dem 1. Weltkrieg zwischen den neu entstandenen Staaten Syrien, Irak, Türkische Republik und Iran aufgeteilt. Eine kurdische Streuminderheit lebt in der ehemaligen Sowjetunion.
Während der JHV trafen sich alte und neue Freunde von verschiedenen Ländern. Langjährige Weggefährte und junge, neue Mitglieder tauschten sich über Menschenrechtsthemen aus und diskutierten über Menschenrechtsarbeit. Foto: Sandy Naake für GfbV
Unterstützung der von Kurden und anderen Minderheiten gehaltenen Region „Rojava – Nordsyrien“ gefordert
Während der 48. Mitgliederversammlung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV verabschiedeten die Anwesenden eine Resolution, in der sie zur Unterstützung der von Kurden und anderen Minderheiten gehaltenen Region „Rojava-Nordsyrien“ aufriefen.
Während die internationalen Medien auf die Militäroperation zur Befreiung von Mossul schauen, setzt Erdogan seine Interessen in Syrien durch. Foto: Marco Castro via UN Photo
Syrien: Türkische Truppen und Islamisten vertreiben Kurden
Schwere Vorwürfe hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gegen den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan erhoben. Seine Truppen haben zusammen mit islamistischen Kämpfern seit Montag in Nordsyrien rund 900 Kurden vertrieben.
GfbV-Nahostreferent sprach in Nordsyrien mit Repräsentanten fast aller dort vertretenen politischen Parteien, Religionsgemeinschaften, mit Vertretern der Minderheiten, der Sicherheitskräfte und Behörden sowie mit Journalisten, um sich ein unabhängiges Bild der Lage zu machen.
Pressekonferenz in Nordsyrien: Zeichen der Solidarität setzen
Während die Welt auf das von ständigen Bombardements erschütterte Aleppo schaut, spitzt sich die Lage der Zivilbevölkerung auch in anderen Landesteilen Syriens immer weiter zu.
„Unsere Menschenrechtsorganisation will Herrn Gabriel beim Wort nehmen und appelliert an ihn, sich für die Freilassung von politischen und Gewissengefangenen im Iran einzusetzen“, erklärte Sido. Foto: SPD Schleswig-Holstein via Flickr
Gabriel soll sich für die Freilassung politischer Gefangener einsetzen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) gebeten, sich im Iran für die Freilassung politischer Gefangener einzusetzen.
Die GfbV wird Russland dazu auffordern, die Bombardierung der von islamistischen Rebellen kontrollierten Stadtviertel im Osten von Aleppo einzustellen und das befreundete syrische Regime dazu zu bringen, seine Luftwaffe sofort zurückzurufen. Foto: Wikimedia Commons
Frieden für Aleppo und ganz Syrien! Bombardierungen beenden und Islamisten entwaffnen!
Mit Mahnwachen vor der Botschaft der Russischen Föderation und anschließend vor der Botschaft der USA wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am kommenden Mittwoch in Berlin gegen den mit großer Wucht wieder aufgeflammten Krieg in Syrien demonstrieren.
Menschenrechtler fordern Unterstützung der Kurden in Nordsyrien (Foto: GfbV)
Menschenrechtler fordern Unterstützung der Kurden in Nordsyrien
Mit einer Mahnwache vor der US-Botschaft in Berlin appellierte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an Barack Obama, die Kurden und andere Minderheiten in Nordsyrien weiterhin zu unterstützen.
Das Ziel der Kurden und anderer Minderheiten war und ist ein demokratisches und föderales Syrien mit einer Selbstverwaltung für Rojava. Foto: Kamal Sido/ GfbV
TERMIN: Kurden nicht im Stich lassen!
Mit einer Mahnwache vor der US-Botschaft in Berlin wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am kommenden Mittwoch an Barack Obama appellieren, die Kurden und andere Minderheiten in Nordsyrien weiterhin zu unterstützen.
Feryad Fazil Omar ist Leiter des Instituts für Kurdische Studien an der FU Berlin. Zudem ist er seit Jahren Bundesvorsitzender der deutschen Sektion der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
Die Türkei, die Kurden, Europa und der IS
Die Türkei greift unter dem Deckmantel des Kampfes gegen den Terror auch die Kurden in Nordsyrien an. Die antworten mit Anschlägen auf türkisches Militär.