Die Kurden zählen zu den indoeuropäischen Völkern. Mit 30-35 Millionen Menschen sind sie weltweit das größte Volk ohne eigenen Staat. Ihr Siedlungsgebiet wurde nach dem 1. Weltkrieg zwischen den neu entstandenen Staaten Syrien, Irak, Türkische Republik und Iran aufgeteilt. Eine kurdische Streuminderheit lebt in der ehemaligen Sowjetunion.
Deutsch-türkische Regierungskonsultationen in Berlin: Mahnwache vor dem Bundeskanzleramt (12:30 Uhr – 22.01.)
Mit einer Mahnwache vor dem Bundeskanzleramt wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am kommenden Freitag (22.01.16, von 12.30 bis 14:30 Uhr) an Bundeskanzlerin Angela Merkel appellieren, die türkische Regierung dazu zu drängen, den Dialog mit Kurden wiederaufzunehmen und die Grenze nach Syrien für Hilfslieferungen zu öffnen.
Eine Straßenszene in der türkischen Stadt Kilis während des Wahlkampfs 2011. Foto: Adam Jones via Flickr
Neuwahlen in der Türkei
Am 1. November 2015 finden in der Türkei erneut Parlamentswahlen statt. GfbV-Nahostreferent Kamal Sido spricht über die Situation vor den Wahlen, die Ziele der verschiedenen Parteien, die Beteiligung der ethnischen und religiösen Minderheiten und die Bedeutung des Wahlausgangs für den Bürgerkrieg in Syrien.
Internationaler Solidaritätstag mit Kobani (01.11.)
Die Bewohner der syrisch-kurdischen Stadt Kobani schweben ein Jahr nach den opferreichen Kämpfen mit dem „Islamischen Staat“ und der anschließenden Vertreibung der Terrormilizen noch immer in großer Gefahr.
Gerechte Flüchtlingspolitik für alle Schutzsuchenden angemahnt
Menschenrechtler mahnen gerechte Flüchtlingspolitik für alle Schutzsuchenden in Deutschland und politischen Willen zur Bekämpfung von Fluchtursachen an.
Verhaftung von kurdischem Politiker Abdullah Demirbas verstärkt Spannungen im Südosten der Türkei
Die türkische Regierung ließ im zentralen Bezirk Sur in Diyarbakir gewählte Vertreter der Kurden festnehmen, unter ihnen der populäre ehemalige Bürgermeister Abdullah Demirbas.
Seit gestern Abend, 19 Uhr, gilt in der mehrheitlich kurdischen Stadt Cizîra Botan (Cizre)im Südosten der Türkei nach einem tödlichen Bombenanschlag und erneuten Schusswechseln wieder eine Ausgangssperre – nachdem eine erste Ausgangssperre erst am Samstag nach acht Tagen aufgehoben worden war.
Die kurdische Politiker und Abgeordnete im türkischen Parlament Leyla Zana ist in einen Hungerstreik getreten, um die Regierung und die PKK wieder an den Verhandlungstisch zu zwingen.