Die Kurden zählen zu den indoeuropäischen Völkern. Mit 30-35 Millionen Menschen sind sie weltweit das größte Volk ohne eigenen Staat. Ihr Siedlungsgebiet wurde nach dem 1. Weltkrieg zwischen den neu entstandenen Staaten Syrien, Irak, Türkische Republik und Iran aufgeteilt. Eine kurdische Streuminderheit lebt in der ehemaligen Sowjetunion.
Nach Israels Angriff: Suche nach Schuldigen im Iran
Nach den anhaltenden Angriffen und Gegenangriffen zwischen Israel und dem Iran warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), dass die militärische Eskalation eine massive Repressionswelle des islamistischen Regimes in Teheran gegen die Demokratie- und Freiheitsbewegung der Völker des Irans nach sich ziehen könnte.
Zerstörte kurdische Gräber auf einem Friedhof in der türkisch besetzten Region Afrin - April 2025 - Quelle: Kamal Sido / GfbV
Sechs Monate nach dem Sturz von Assad (8.6).
Sechs Monate nach dem Sturz des syrischen Diktators Bashar al-Assad warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor Naivität im Umgang mit den neuen islamistischen Machthabern: „Nach einem halben Jahr der islamistischen Herrschaft über das ursprünglich multi-religiöse Syrien sehen Minderheiten dort keine Zukunft mehr für sich”, berichtete GfbV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido heute in Göttingen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die Aufhebung der Sanktionen gegen Syrien durch die Europäische Union: „Unter den Sanktionen hat nicht Assad, sondern vor allem die Zivilbevölkerung gelitten“, erinnerte GfbV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido, der gerade von einer Syrienreise zurückgekehrt ist, heute in Göttingen. „Allerdings muss der EU klar sein, dass die neuen islamistischen Machthaber die Aufhebung der Sanktionen instrumentalisieren werden, um ihre eigene Macht und islamistische Strukturen in Syrien zu festigen.“
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) sieht trotz der endgültigen Entscheidung der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die Waffen niederzulegen und sich selbst aufzulösen, keine Bereitschaft der Türkei, ernsthafte Friedensverhandlungen mit den Kurden zu beginnen.
„Drusen und Alawiten in Syrien haben Angst vor Gewalteskalation“
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zeigt sich angesichts der anhaltenden Gewalt gegen die alawitische Bevölkerung im Westen Syriens und die Angriffe auf die drusische Glaubensgemeinschaft im Süden des Landes alarmiert. Die Menschenrechtsorganisation fordert die neue Bundesregierung und das Auswärtige Amt auf, sich für ein Ende der Gewalt einzusetzen.
Anlässlich des siebten Jahrestages der türkischen Besetzung der nordsyrischen Kurdenregion Afrîn am 18. März 2018 fordert die Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die deutsche Bundesregierung auf, sich für den Abzug türkischer Truppen aus der Region und für sichere Rückkehrmöglichkeiten für die vertriebene kurdische Bevölkerung nach Afrîn einzusetzen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt das Abkommen zwischen den neuen islamistischen Machthabern in Damaskus und den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) und appelliert an die internationale Gemeinschaft, alles dafür zu tun, um ein weiteres Blutvergießen in Syrien zu verhindern.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert den türkischen Machthaber Recep Tayyip Erdoğan auf, ernsthafte Friedensverhandlungen mit der PKK aufzunehmen. „Um zu zeigen, dass die Türkei ernsthaft an Frieden mit den Kurden interessiert ist, muss Erdoğan die Angriffe auf kurdische Gebiete in Nordsyrien einstellen und den seit mehr als einem Vierteljahrhundert inhaftierten PKK-Gründer Abdullah Öcalan und weitere führende kurdische Politiker wie Selahattin Demirtaş freilassen.
Die Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist trotz der bevorstehenden „historischen Erklärung“ von PKK-Gründer Abdullah Öcalan nicht optimistisch, dass es zwischen den Kurden und der türkischen Regierung zu ernsthaften Friedensverhandlungen kommen wird.