Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat gestern einen Appell an Bundeskanzler Olaf Scholz gerichtet. Die Menschenrechtsorganisation fordert den Kanzler darin auf, sich während seiner Reise in die USA, die er heute antritt, für die Freilassung von Leonard Peltier einzusetzen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker fordert erneut die umgehende Freilassung von Leonard Peltier, der seit 48 Jahren in Haft sitzt. Im kommenden Herbst wird der schwer kranke indigene Aktivist 80 Jahre alt. Leonard Peltier wurde unter zwielichtigen Bedingungen verhaftet und auf Basis erpresster Zeugenaussagen verurteilt.
Der US-Präsident Barack Obama ist nur noch 100 Tage im Amt. Während sich seine Nachfolger eine Schlammschlacht liefern, könnte er ein Zeichen für Menschenrechte und Wiedergutmachung des jahrhundertelang andauernden Genozids an den Native Americans setzen, indem er den indianischen Bürgerrechtler Leonard Peltier begnadigt. Foto: Marc Nozell via Flickr
100 Tage bis Amtsabtritt: Präsident Barack Obama muss indianischen Bürgerrechtler Leonard Peltier jetzt endlich begnadigen
Ein Bündnis mehrerer NGOs nimmt den Beginn der letzten 100 Tage von Barack Obama im Amt zum Anlass, eine neue Öffentlichkeitskampagne für die Begnadigung von Leonard Peltier ins Leben zu rufen.
Menschenrechtsaktionen für den indianischen Bürgerrechtler Peltier (24. und 25.04.)
Mit zwei phantasievollen Mahnwachen wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am kommenden Sonntag und Montag in Hannover ihren Appell an Präsident Barack Obama unterstreichen, dem seit 40 Jahren unschuldig inhaftierten indianischen Bürgerrechtler Leonard Peltier die Freiheit zu schenken.
Am Freitag, den 5. Februar 2016, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker mit einer Mahnwache vor der amerikanischen Botschaft in Berlin ihren Appell an Präsident Barack Obama unterstrichen, dem fast auf den Tag genau seit 40 Jahren unschuldig inhaftierten indianischen Bürgerrechtler Leonard Peltier die Freiheit zu schenken.
Etwas mehr als 6,6 Millionen Menschen in Nordamerika sind Angehörige indigener Völker. Mittlerweile fordern sie immer lautstarker ihr Recht auf Selbstbestimmung ein.
Traditionelles „Christmas Pardon“ steht vor der Tür
Mit dem dringenden Appell, den schwerkranken inhaftierten indianischen Bürgerrechtler Leonard Peltier bei seinem diesjährigen traditionellen „Christmas Pardon“ zu berücksichtigen und ihn zu begnadigen, hat sich die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch an US-Präsident Barack Obama gewandt. Wir haben Hoffnung, dass Präsident Obama unsere Bitte mit besonderer Sensibilität aufnehmen wird.
Appell an Barack Obama: Bitte schenken Sie dem schwerkranken indianischen Bürgerrechtler Leonard Peltier die Freiheit!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker nimmt den heutigen Besuch des US-Präsidenten Barack Obama und seiner Frau Michelle im Reservat Standing Rock der Lakota in Nord Dakota zum Anlass, an das tragische Schicksal des indianischen Bürgerrechtlers Leonard Peltier zu erinnern. „Wir fordern Präsident Obama eindringlich auf, diesen schwerkranken, seit 1976 inhaftierten Anishinabe-Lakota endlich zu begnadigen. Peltier wird verantwortlich gemacht für den Tod zweier FBI-Beamter, die in einem anderen Reservat der Lakota 1975 ums Leben kamen. Doch er ist unschuldig“, sagte Yvonne Bangert, GfbV-Referentin für indigene Völker, am Freitag in Göttingen.
Anlässlich des 40. Jahrestages der Besetzung von Wounded Knee im Reservat der Lakota-Indigenen im US-Bundesstaat Süd-Dakota (27.2.) weist die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen darauf hin, dass diese nordamerikanischen Ureinwohner noch immer im tiefsten Elend leben.