Auf der in Westsibirien gelegenen Halbinsel Jamal leiden die Rentiere unter der starken Hitzewelle, mehr als 1.500 von ihnen sind sogar schon an den Folgen der Hitze gestorben. [Symbolbild] Foto: ctpress via pixabay
Westsibirien: 40 indigene Personen mit Verdacht auf Milzbrand im Krankenhaus
Eine starke Hitzewelle auf der in Westsibirien gelegenen Halbinsel Jamal hat gefährliche Konsequenzen für die dort lebenden Menschen und Tiere: Milzbranderreger bedrohen das Leben von beiden.
Russland: Niedersachsens Ministerpräsident soll sich für Rentierzüchter einsetzen
Kurz vor seiner Abreise nach Russland hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil darum gebeten, sich dort für die indigenen Rentierzüchter einzusetzen. Die indigene Bevölkerung Chanten, Mansen und Nenzen im Gebiet Tjumen, das Weil besuchen wird, ist seit Jahrzehnten mit massiver Umweltverschmutzung durch Ölförderung konfrontiert.
Nord-Stream-Pipeline besiegelt Schicksal eines der letzten „echten“ Nomadenvölker dieser Erde
Mit der Ostseepipeline Nord-Stream wird das Schicksal eines der letzten „echten“ Nomadenvölker dieser Erde besiegelt: Die Nenzen müssen aufgrund der massiven Baumaßnahmen auf ihrem Gebiet ihre traditionelle Lebens- und Wirtschaftsweise, die sie noch ganzjährig gepflegt haben, endgültig aufgeben.
Die Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) wurde bereits 1989 gemeinsam mit Vertretern indigener Völker abgefasst und anschließend verabschiedet. Als einzige völkerrechtlich bindende Norm über eingeborene und in Stämmen lebende Völker stellt sie die derzeitige Grundlage für deren Schutz dar.
Die Auflösung der Sowjetunion und die Öffnung Russlands zum Ausland hat uns in den letzten Jahren ein klareres Bild davon ermöglicht, was in den ausgedehnten russischen und sibirischen Nordgebieten vor sich gegangen ist und vor sich geht.