Rohingya-Flüchtlingen droht Apartheid – Keine Rückkehr auch zwei Jahre nach Beginn der Krise
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Regierung Burmas vorgeworfen, die muslimische Minderheit systematisch auszugrenzen und nichts für die Rückkehr der mehr als 100.000 Rohingya-Flüchtlingen zu unternehmen, die seit Juni 2012 vor der Gewalt zwischen Buddhisten und Muslimen geflohen sind.
ASEAN soll sich in Burma für Menschenrechte und eine politische Lösung der Rohingya-Frage einsetzen – Gesetz gegen Mischehen muss gestoppt werden!
Die ASEAN-Staaten sollen sich bei ihrem ersten Gipfeltreffen in Burma am kommenden Samstag dringend für eine politische Lösung der Rohingya-Frage und für Menschenrechte in dem südostasiatischen Staat einsetzen. Mit diesem Appell hat sich die Gesellschaft für bedrohte Völker an die ASEAN-Außenminister und Staatspräsidenten gewandt.
Kritik an Aung San Suu Kyi: Von der Freiheitsikone zur Parteipolitikerin – Populismus statt Engagement für Menschenrechte und Verfolgte
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wirft Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi vor, sich nicht konsequent für die Menschenrechte von Verfolgten in Burma einzusetzen. Wir sind tief enttäuscht, dass die selbst so lange verfolgte Oppositionspolitikerin zur systematischen Ausgrenzung und Vertreibung der muslimischen Rohingya-Minderheit schweigt.
Schwere Vorwürfe gegen Thailand und Bangladesch: Verfolgte Rohingya-Flüchtlinge werden unmenschlich behandelt
Nach dem Eingeständnis Thailands, Rohingya-Flüchtlinge nach Burma (Myanmar) abgeschoben zu haben, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) schwere Vorwürfe gegen die Regierungen Thailands und Bangladeschs erhoben. Den muslimischen Flüchtlingen trotz anhaltender Verfolgung und ethnischen Säuberungen in Burma jeglichen Schutz zu verwehren sei unmenschlich und widerspreche den Grundsätzen des humanitären Völkerrechts genauso wie des internationalen Gewohnheitsrechts.
Appell an Gauck und Aung San Suu Kyi: Rohingya-Frage braucht politische Lösung, um demokratische Öffnung Burmas abzusichern!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an Bundespräsident Joachim Gauck und die burmesische Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi appelliert, sich für eine politische Lösung der Rohingya-Frage einzusetzen, um Frieden, Demokratie und Stabilität in Burma zu sichern. Die anhaltenden Übergriffe auf die muslimische Minderheit schüren Gewalt und Willkür und gefährden die demokratische Öffnung des jahrzehntelang isolierten Landes.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Burmas Regierung vorgeworfen, in der Stadt Sittwe (Bundesstaat Arakan/Rakhine) ein Ghetto für 4.300 Angehörige der muslimischen Rohingya-Minderheit eingerichtet zu haben. Mit großer Sorge verfolgen wir, dass in den vergangenen vier Tagen Polizisten und Soldaten das Stadtviertel Aungmingla mit Bambus- und Betelstöcken abgeriegelt haben.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat eine unabhängige Untersuchung von neuen mutmaßlichen Menschenrechtsverletzungen an Angehörigen der muslimischen Rohingya-Minderheit in Burma gefordert. Augenzeugen hatten der Menschenrechtsorganisation zuvor berichtet, bis zu 60 Rohingya seien bei einem Angriff burmesischer Sicherheitskräfte und extremistischer Buddhisten auf das Dorf Du Chee Yar Tan im Distrikt Maungdaw im Arakan-Staat am 14. Januar 2014 getötet worden.
Südostasiatische Staaten sollen sich für politische Lösung des Rohingya-Konflikts in Burma einsetzen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an die ASEAN-Staaten appelliert, sich für eine Anerkennung der in Burma diskriminierten Rohingya-Minderheit als Staatsbürger Burmas einzusetzen. Es ist eine Frage der Glaubwürdigkeit der Südostasiatischen Staatengemeinschaft, zu den Menschenrechtsverletzungen an der muslimischen Minderheit in Burma nicht zu schweigen, wenn Burma nun den ASEAN-Vorsitz inne hat.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Entscheidung der ASEAN kritisiert, Burma (Myanmar) den Vorsitz der südostasiatischen Staatengemeinschaft für das Jahr 2014 zu übertragen. Es ist ein Armutszeugnis für das Menschenrechts-Engagement der ASEAN, wenn die Staatengemeinschaft mit dem Vorsitz ein Land honoriert, das für ethnische Säuberungen und die Vertreibung von 140.000 muslimischen Rohingya verantwortlich ist.