Wir wünschen uns von Gabriel, dass er Menschlichkeit zeigt, sich dieser Ärmsten der Armen annimmt und ihre Lage bei den Gesprächen mit der Kosovo-Regierung zum Thema macht. Foto: SPD Saar via Flickr
Bundesaußenminister auf dem Westbalkan
Anlässlich der Westbalkan-Reise von Außenminister Sigmar Gabriel weist die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die desolate Lage der Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter im Kosovo hin.
Mehr als 70 Jahre nach dem nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma leiden die rund zwölf Millionen Angehörige dieser Volksgruppen in vielen europäischen Ländern bis heute unter Antiziganismus, sozialer Ausgrenzung, rassistisch motivierter Gewalt, extremer Armut und struktureller Diskriminierung. Foto: Jens-Olaf Walter via Flickr
Antiziganismus-Beauftragten gefordert
Auf Initiative des ehemaligen Bundesratspräsidenten Wedemeier wird seit 1994 in der jeweils letzten Plenarsitzung des Bundesrates im Dezember an den Völkermord an den Sinti und Roma gedacht. Anknüpfungspunkt für das Gedenken ist der 16. Dezember 1942, der Tag, an dem der „Reichsführer der SS“ den so genannten Auschwitz-Erlass unterzeichnet hatte.
Charme-Offensive der Stadt Gießen gegen romafeindliche NPD-Hetze: Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz solidarisiert sich öffentlich mit den Sinti und Roma. Foto: Stadt Gießen
Antiziganismus in Wahlkampagnen
Sinti und Roma in Europa werden häufig Opfer von Rassismus, Hassrede und Hetzkampagnen, insbesondere in Wahlkämpfen.
Roma leben seit Jahrhunderten in Europa, doch noch immer werden sie in vielen Ländern ins gesellschaftliche Abseits gedrängt. Initiativen wie das Projekt „Roma Advocacy Quilt“, das der Europarat und die Organisation Advocacy Project 2011 ins Leben gerufen haben, versuchen, dem entgegenzuwirken. Acht Romnija aus Straßburg gestalteten gemeinsam einen Quilt, um ihre Geschichten zu erzählen. Jedes Stoffquadrat zeigt szenisch einerseits ihre Visionen einer besseren Zukunft, aber auch mit welchen Problemen die Frauen täglich konfrontiert werden, wie Diskriminierung und Ausgrenzung. Foto: The Advocacy Project via Flickr
Romanes – Die Geschichte einer Sprache und eines Volkes
Auf jedem Kontinent wird Romanes gesprochen – nur nicht in der Antarktis und im eigentlichen Ursprungsland der Sprache.
Die GfbV-Referentin für Südosteuropa, Jasna Causevic, mit den Mitgliedern einer bleivergifteten Roma-Familie im Jahr 2006. Foto: GfbV-Archiv
UN-Generalsekretär Guterres soll Verantwortung übernehmen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV) hat dringend an UN-Generalsekretär Antonio Guterres appelliert, die Roma, Aschkali und Kosovo-Ägypter, die in bleiverseuchten Flüchtlingscamps der Vereinten Nationen (UN) im Kosovo 1999 bis 2012 schwere Gesundheitsschäden davongetragen haben, zu entschädigen.
Langjährig geduldete Roma-Familien aus Deutschland werden in die Staaten des Westbalkan abgeschoben. Foto: GfbV-Archiv
Welt-Roma-Tag (08.04.): Roma in Südosteuropa noch immer systematisch diskriminiert und ausgegrenzt
Anlässlich des Welt-Roma-Tages (08.04.) weist die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die bis heute andauernde systematische Diskriminierung und Ausgrenzung von Angehörigen dieser Minderheit vor allem in Südosteuropa hin.
Es ist an der Zeit, dass 25 Jahre nach der Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention durch Deutschland die Rechte aller Kinder uneingeschränkt gelten – egal, wo die Kinder oder ihre Eltern herkommen. Foto: pixabay.com
In Deutschland haben nicht alle Kinder die gleichen Rechte
Auch nach 25 Jahren UN- Kinderrechtskonvention müssen Kinder für ihre Rechte in Deutschland kämpfen.