Ist ein freier, akademischer Diskurs noch gewährleistet, wenn die chinesische Regierung direkten Einfluss auf die deutsche Bildungslandschaft nimmt? Fragen wie diese wirft der Film „In the Name of Confucius" auf, der heute in Berlin seine Deutschland-Premiere feiert. Foto: andrew_t8 via pixabay
Bildungsfreiheit – nähert sich Deutschland der VR China an?
Der Einfluss der chinesischen Regierung wächst, egal ob durch die kürzlich bekannt gewordene Bundeswehrkooperation mit der sogenannten „Volksbefreiungsarmee“, der Neuen Seidenstraße die in Duisburg ihr Ziel erreicht oder durch die 19 Konfuzius-Institute an deutschen Universitäten.
„Wenn die EU ihren weltweiten Kampf gegen Straflosigkeit ernstnimmt, muss sie nach der Veröffentlichung der China Cables handeln.“ So müssten der frühere Sicherheitschef der Region Xinjiang/Ostturkestan Zhu Hailun, sein Nachfolger Wang Junzheng und Xinjiangs Parteisekretär Chen Quanguo an der Einreise nach Europa gehindert werden. Foto: Martin Schulz via Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)
Internierungslager in China
Internierungslager in Xinjiang:
• GfbV fordert Reise- und Finanzsanktionen der EU gegen Verantwortliche
• Der frühere Sicherheitschef der Region, sein Nachfolger und der amtierende Parteisekretär müssten an der Einreise nach Europa gehindert werden
• Zhu Hailun, Wang Junzheng und Chen Quanguo seien für schwerste Vergehen verantwortlich
„Wie kann VW Familien-Limousinen in Urumtschi herstellen, wenn wenige Meter vor den Werkstoren Familien auf höchste Anordnung willkürlich auseinandergerissen werden?“, fragt Delius. Ignorieren und wegschauen sei keine Lösung bei schwersten Menschenrechtsverletzungen. Foto: Luftaufnahme von Umrutschi, Hauptstadt von Xinjiang. Anagoria via wikimedia (CC BY 3.0)
Internierungslager in Xinjiang
China Cables:
• Nach den jüngsten Enthüllungen muss VW sein Engagement in Xinjiang prüfen
• Auch ein Rückzug aus der Region muss als Option auf dem Tisch bleiben
• GfbV: „Wegschauen ist keine Lösung bei schwersten Menschenrechtsverletzungen“
Headerbild: Daniel Zimmermann via Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)
Interne chinesische Dokumente zu Xinjiang
Am Wochenende hat die New York Times interne Dokumente der chinesischen Regierung veröffentlicht. Sie verdeutlichen die Systematik und das Ausmaß der willkürlichen Internierung von 1,5 Millionen Angehörigen der muslimischen Minderheiten der Uiguren, Kasachen und Kirgisen. In der betroffenen Region Xinjiang sind viele westliche Unternehmen aktiv.
Am heutigen Dienstag hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an die Millionen von Opfern erinnert, die das diktatorische Regime der Kommunistischen Partei in der 70-jährigen Geschichte Chin…
70 Jahre Volksrepublik China - Kein Grund zum Feiern: Nicht für die 1,5 Millionen Uiguren, Kasachen und Kirgisen in Umerziehungslagern in Xinjiang, nicht für die tausenden buddhistischen Geistlichen, deren Klöster in Tibet zerstört werden und die immer wieder verschleppt wurden, nicht für die Millionen Christen, die ihren Glauben im Untergrund ausleben müssen und deren Kirchen regelmäßig abgerissen werden.
70 Jahre Volksrepublik China
Das Regime der KP hat in 70 Jahren viele Millionen Opfer gefordert; Demokratische Rechtsstaaten müssen verhindern, dass das chinesische Unterdrückungsmodell exportiert wird – „Wer chinesische Überwachungstechnik kauft, finanziert Verbrechen gegen die Menschlichkeit“
Chinas langer Arm in Kasachstan macht der Zivilgesellschaft das Leben zur Hölle. Mit massiven Einschüchterungen werden kasachische Menschenrechtler ins Exil getrieben. Denn unter solchen Bedingungen kann niemand frei arbeiten. Bild: GfbV-Aktion im Juli 2018
Prozess gegen kasachischen Menschenrechtler
Prozess gegen kasachischen China-Kritiker Serikzhan Bilash
• Gestern begann der Prozess gegen den Gründer der Menschenrechtsorganisation Atajurt
• Für seine Kritik an den Umerziehungslagern in Xinjiang drohen ihm bis zu sieben Jahre Haft
• Die GfbV fordert seine sofortige Freilassung
Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat heute gemeinsam mit dem Unabhängigen Chinesischen PEN-Zentrum und der Föderation für ein demokratisches China vor der chinesischen Botschaft in Berlin an die Opfer des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking vor 30 Jahren erinnert. Bei der blutigen Niederschlagung von Protesten der Demokratiebewegung wurden am 4. Juni 1989 hunderte, vielleicht tausende Menschen getötet. Foto: GfbV
30 Jahre nach dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens
Bei der blutigen Niederschlagung von Protesten der Demokratiebewegung in China wurden am 4. Juni 1989 hunderte, vielleicht tausende Menschen getötet. Die Regierung in Peking versucht bis heute, die Erinnerung an das Massaker zu unterbinden. Alle Medien stehen unter staatlicher Kontrolle. Auch das Internet und die sozialen Medien werden flächendeckend zensiert. Junge Menschen in China wissen daher oft nichts von dem Verbrechen. Auch über die massiven Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang oder Tibet erfahren sie nichts.
Am gestrigen Mittwoch berichtete Dolkun Isa für die GfbV bei den Vereinten Nationen in New York über das Schicksal von über 1,5 Millionen Uiguren, Kasachen und Kirgisen, die von der chinesischen Regierung willkürlich in Umerziehungslager verschleppt und dort einer systematischen Gehirnwäsche unterzogen werden. Bild: GfbV 2019
Schlagabtausch bei der UN über chinesische Umerziehungslager
Die chinesische Regierung verleumdet Menschenrechtler, die die Umerziehungslager in Xinjiang anprangern. Am gestrigen Mittwoch berichtete Dolkun Isa für die GfbV bei den Vereinten Nationen in New York über das Schicksal von über 1,5 Millionen Uiguren, Kasachen und Kirgisen, die von der chinesischen Regierung willkürlich in Umerziehungslager verschleppt und dort einer systematischen Gehirnwäsche unterzogen werden. Als er seine Rede beendet hatte, stand ein Vertreter der chinesischen Regierung auf und beschimpfte ihn als Terroristen. Vertreter Deutschlands und der USA widersprachen.