Muslimische Pilger aus China werden dazu gezwungen, ein Halsband mit GPS- und QR-Code zu tragen, dem jederzeit Name, Adresse, Foto und aktueller Standort über eine entsprechende App zu entnehmen sind. Bild: GfbV
Staatsfeind Muslim: China erschwert Pilgerreisen nach Mekka
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wirft der chinesischen Regierung vor, die Pilgerreisen von muslimischen Staatsbürgern nach Mekka zu erschweren, weil Muslime unter den Generalverdacht gestellt werden, Staatsfeinde zu sein.
Uiguren vor einer Moschee in Kaxgar. Mehr als vier Monate nach der Abschiebung eines uigurischen Geflüchteten nach China gibt es noch immer keine Informationen über seinen Verbleib. Die GfbV fordert, dass Deutschland seine Bemühungen um dessen Rückholung verstärkt. Bild: Carsten ten Brink/Kashgar via Flickr CC BY-NC-ND 2.0
Deutschland darf sich von Chinas Regierung nicht zum Narren halten lassen
Die deutsche Bundesregierung soll ihre Bemühungen um eine Rückholung eines illegal nach China abgeschobenen Uiguren verstärken, forderte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch in Göttingen.
Demonstration zur Befreiung der Uiguren in China. Die illegale Abschiebung eines uigurischen Geflüchteten fand heute in München statt. Dem abgeschobenen Uiguren droht in China ernste Lebensgefahr.
Bild: Future Atlas/Washington CC BY 2.0
Unzulässig: Uigure aus Bayern abgeschoben
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Bayerns Innenminister Joachim Hermann aufgefordert, sich sofort um die Rückholung eines illegal nach China abgeschobenen uigurischen Flüchtlings zu bemühen.
Eine in Kasachstan inhaftierte Augenzeugin der Umerziehungslager für Uiguren und Kasachen in China wurde freigelassen. Dies ist ein großer Erfolg in der Menschenrechtsarbeit.
Bild: Xinjang/China via Flickr CC BY 2.0
Mit großer Erleichterung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die Freilassung einer in Kasachstan inhaftierten Augenzeugin reagiert, die die Zustände in chinesischen Umerziehungszentren für Uiguren und Kasachen miterlebt hat.
Hunderttausende Uiguren und Kasachen sind nach Angaben der GfbV ohne Anklage in Umerziehungslagern eingesperrt und werden dort einer Gehirnwäsche unterzogen, um sie auf die Linie der Kommunistischen Partei (KP) zu bringen. Bild: Hanno Schedler für GfbV
China: Bunte Menschenrechtsaktion in Berlin für die Schließung von Umerziehungslagern
Bundeskanzlerin Angela Merkel soll sich bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen am heutigen Montag für die Schließung der Umerziehungslager in der Uiguren-Region Xinjiang einsetzen.
Hunderttausende Uiguren, aber auch ethnische Kasachen werden ohne Kontakt zur Außenwelt in Umerziehungslagern festgehalten und einer quälenden Gehirnwäsche unterzogen. Bild: Gustavo Jeronimo via Flickr CC BY 2.0
Aktion während der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen
Mit einer bunten Menschenrechtsaktion wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu auffordern, sich bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen am kommenden Montag für die Schließung der Umerziehungslager in der Uiguren-Region Xinjiang einzusetzen.
In Deutschland lebende Tibeter und Uiguren werden die Aktion unterstützen, die die GfbV mit eindringlichen Bildern und Accessoires in Szene setzen wird. So wird sich unter anderem ein Aktivist einen überdimensionalen Waschmittelkarton für „Gehirnwaschpulver“ überstülpen. Computermonitore mit dem Konterfei von Staatspräsident Xi Jinping werden die totale Überwachung der uigurischen Bevölkerung im Nordwesten Chinas symbolisieren.
„Hunderttausende Uiguren, aber auch ethnische Kasachen werden ohne Kontakt zur Außenwelt in Umerziehungslagern festgehalten und einer quälenden Gehirnwäsche unterzogen. Dabei kümmert es die Regierung nicht, dass mit der illegalen Inhaftierung chinesisches Recht gebrochen wird, das ist eine zutiefst menschenverachtende Politik“, kritisiert der GfbV-Mitarbeiter Hanno Schedler und warnt: „Erst wurde in Tibet ein Polizeistaat errichtet, jetzt wird in Xinjiang ein System zur totalen Überwachung der Bevölkerung installiert. Das wird die Spannungen zwischen den Uiguren, Kasachen und der Mehrheitsbevölkerung der Han weiter verschärfen.“
Mit ihrer Aktion setzen sich die Menschenrechtler auch für die in der chinesischen Verfassung garantierte Religionsfreiheit in Tibet ein. „Der Dalai Lama wird am 6. Juli 83 Jahre alt und viele Tibeter möchten ihrem geistlichen Oberhaupt öffentlich die Ehre erweisen“, berichtet Schedler. „Doch die Tibeter werden von den chinesischen Behörden systematisch daran gehindert, ihm zu huldigen: Es ist nach wie vor bei Androhung harter Strafen verboten, Fotos vom Dalai Lama aufzustellen.“
Die GfbV macht Peking für den Tod der Mutter des deutschen Menschenrechtlers und Präsidenten des Uigurischen Weltkongresses, Dolkun Isa, verantwortlich. Bild: Darshanwashimkar via Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0
China: Schwere Vorwürfe gegen Peking – Tod im Umerziehungslager
Schwere Vorwürfe hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gegen die chinesische Regierung erhoben.
Als Staatspräsident Nursultan Nazarbayev im Vorfeld des Gipfels am 8. Juni mit Chinas Präsident Xi Jinping zusammentrifft, ist von Problemen nicht die Rede. Bild: Government of Kazakhstan via Wikimedia Commons
Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in China
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den Teilnehmerstaaten des Gipfeltreffens der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) in China vorgeworfen, Menschenrechtsfragen auszusparen und gezielt zu ignorieren.
Maas soll sich bei seinem Gespräch mit Chinas Außenminister Wang Yi für mehr Religionsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit in der Volksrepublik einsetzen. Bild: Kleinschmidt/ MSC via Wikimedia Commons CC BY 3.0 DE
Chinas Außenminister in Berlin erwartet
Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat an Außenminister Heiko Maas appelliert, sich am Donnerstag bei seinem Gespräch mit Chinas Außenminister Wang Yi für mehr Religionsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit in der Volksrepublik einzusetzen.