Aktuelle Hintergrundberichte, Pressemitteilungen und Geschichten, die bewegen: Unsere News und Artikel halten Sie über die wichtigsten Themen rund um Menschenrechte und Minderheiten auf dem Laufenden. Wir machen auf aktuelle Menschenrechtsverletzungen aufmerksam, ordnen politische Entwicklungen ein und zeigen auf, welche Wirkung unsere Arbeit erzielt.
Ältere Beiträge können Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Sie wurden im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
China: Geiseldiplomatie – Ausreise von Liu Xia war „längst überfällig“
Mit Erleichterung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zur Kenntnis genommen, dass die Witwe des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo jetzt aus China ausreisen darf.
Westbalkan-Gipfel in London: Eine gerechte Zukunft für den Westbalkan gestalten
Die EU-Staaten müssen die Regierungschefs des Westbalkans in die Pflicht nehmen, für die angestrebte Aufnahme in die EU-Familie grundlegende Reformen in ihren Ländern durchzusetzen.
China: Bunte Menschenrechtsaktion in Berlin für die Schließung von Umerziehungslagern
Bundeskanzlerin Angela Merkel soll sich bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen am heutigen Montag für die Schließung der Umerziehungslager in der Uiguren-Region Xinjiang einsetzen.
Aktion während der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen
Mit einer bunten Menschenrechtsaktion wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu auffordern, sich bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen am kommenden Montag für die Schließung der Umerziehungslager in der Uiguren-Region Xinjiang einzusetzen.
In Deutschland lebende Tibeter und Uiguren werden die Aktion unterstützen, die die GfbV mit eindringlichen Bildern und Accessoires in Szene setzen wird. So wird sich unter anderem ein Aktivist einen überdimensionalen Waschmittelkarton für „Gehirnwaschpulver“ überstülpen. Computermonitore mit dem Konterfei von Staatspräsident Xi Jinping werden die totale Überwachung der uigurischen Bevölkerung im Nordwesten Chinas symbolisieren.
„Hunderttausende Uiguren, aber auch ethnische Kasachen werden ohne Kontakt zur Außenwelt in Umerziehungslagern festgehalten und einer quälenden Gehirnwäsche unterzogen. Dabei kümmert es die Regierung nicht, dass mit der illegalen Inhaftierung chinesisches Recht gebrochen wird, das ist eine zutiefst menschenverachtende Politik“, kritisiert der GfbV-Mitarbeiter Hanno Schedler und warnt: „Erst wurde in Tibet ein Polizeistaat errichtet, jetzt wird in Xinjiang ein System zur totalen Überwachung der Bevölkerung installiert. Das wird die Spannungen zwischen den Uiguren, Kasachen und der Mehrheitsbevölkerung der Han weiter verschärfen.“
Mit ihrer Aktion setzen sich die Menschenrechtler auch für die in der chinesischen Verfassung garantierte Religionsfreiheit in Tibet ein. „Der Dalai Lama wird am 6. Juli 83 Jahre alt und viele Tibeter möchten ihrem geistlichen Oberhaupt öffentlich die Ehre erweisen“, berichtet Schedler. „Doch die Tibeter werden von den chinesischen Behörden systematisch daran gehindert, ihm zu huldigen: Es ist nach wie vor bei Androhung harter Strafen verboten, Fotos vom Dalai Lama aufzustellen.“
Nach Angriffen der Armee Syriens auf die von der islamistischen Opposition gehaltene Region in und um Daraa im Süden des Landes hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Donnerstag an den UN-Hochkommissar für Menschenrechte, den Jordanier Seid Al-Hussein, appelliert, eine noch größere humanitäre Katastrophe zu verhindern und sich für den Schutz der fliehenden Zivilisten einzusetzen.
Irak: Islamistisches Gedankengut im Schulunterricht
Irakische Christen werfen dem Ministerium für Erziehung ihres Landes vor, in den Schulen auch im Fach arabische Sprache islamistisches Gedankengut zu verbreiten.
Militourismus – Sri Lankas Militär erobert den Tourismus
Neun Jahre nach dem Ende des Bürgerkrieges in Sri Lanka bleibt das Militär allgegenwärtig. Mit dem Tourismus hat es ein neues Betätigungsfeld gefunden. Es bietet Besuchern Unterkünfte und touristische Aktivitäten. Somit raubt es vor allem der tamilischen Lokalbevölkerung wichtige Einkommensquellen.