Aktuelle Hintergrundberichte, Pressemitteilungen und Geschichten, die bewegen: Unsere News und Artikel halten Sie über die wichtigsten Themen rund um Menschenrechte und Minderheiten auf dem Laufenden. Wir machen auf aktuelle Menschenrechtsverletzungen aufmerksam, ordnen politische Entwicklungen ein und zeigen auf, welche Wirkung unsere Arbeit erzielt.
Ältere Beiträge können Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Sie wurden im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Ohrenbetäubender Protest in Berlin gegen Völkermord in Darfur
Mit ohrenbetäubendem Kochtopfgeklapper und Weckerrasseln haben die Göttinger Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und die Berliner Darfur-Gruppe am Sonntag in Berlin gegen das von der westlichen…
FAIRPLANET & SOCIETY FOR THREATENED PEOPLESWith an appeal by many VIPs from the world of music, TV, sport and culture to help the black African population in Darfur, which is threatened by geno…
RettetDarfur.deEine Initiative von Fairplanet und der Gesellschaft für bedrohte VölkerULRICH DELIUS(Afrika-Referent der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Göttingen)NOAZ DESHE(Filmemacher, Ne…
Ich bin tief betroffen vom Schicksal der Zivilbevölkerung in Darfur, die auch vier Jahre nach dem Beginn des Mordens noch immer schutzlos Überfällen, Vergewaltigungen und anderen schweren Menschenr…
VÖLKERMORD IN DARFUR DAUERT SEIT VIER JAHREN ANSeit vier Jahren lässt die sudanesische Regierung große Teile der schwarzafrikanischen Bevölkerung Darfurs von arabischen Reitermilizen vertreiben; di…
Prominente appellieren an Bundeskanzlerin Merkel zum „Global day for Darfur“ am 29. April
Mit einem von zahlreichen Prominenten aus Musik,TV,Sport und Kultur unterstützten Appell, der von Völkermord bedrohten schwarzafrikanischen Zivilbevölkerung in Darfur zu helfen und Sanktionen gegen…
West Sahara: Security Council must insist on a referendum!
The Society for Threatened Peoples (GfbV) appealed on Thursday to the Security Council of the United Nations to insist in its deliberations on a solution to the West Sahara conflict that an interna…
Come to the demonstration in Berlin! „We are sounding the alarm: Save Darfur!”
Berlin is one of the more than 300 cities, in which this weekend campaigns, rallies, vigils and press conferences will be held for the black African population suffering under the dreadful crimes i…
Das Schicksal der aramäischsprachigen Assyro-Chaldäer im Irak
Seit 2003 reißt die Welle der Angriffe auf Christen im Irak nicht ab: Sie werden Opfer von Entführungen, Vergewaltigungen und Morden, auf ihre Kirchen werden Bombenattentate verübt. Gerade in den letzten Monaten ist die Gewalt nochmals eskaliert. Die Christen werden Opfer systematischer Verfolgung auf Grund ihrer Religionszugehörigkeit.Viele Assyro-Chaldäer erhalten Hassbriefe, in denen sie unter Todesandrohung aufgefordert werden, den Irak zu verlassen. Gerade nach dem Zitat von Papst Benedikt während seines Deutschlandbesuchs im September 2006 nahm diese Form der Schikane sprunghaft zu. Die Menschen getrauen sich nicht mehr in die Kirchen zu gehen. Mindestens 60% der Kirchen in Bagdad sind seit der Papstrede geschlossen. Höchstens 20% der früheren regelmäßigen Kirchgänger kommen noch zum Gottesdienst, sagt der Geistliche Zayya Edward, von der Marien-Kirche in Bagdad. Wegen ihrer Religionszugehörigkeit finden Assyro-Chaldäer vielfach keine Arbeit. Lokale Verwaltungen beteiligen sich an der Verfolgung der Christen. Denn unterschiedlichen islamischen Gruppen ist es gelungen, die Verwaltungen bzw. Straßenzüge oder Stadtteile unter ihre Kontrolle zu bekommen. Sie sind dann de facto die Machthaber in diesen Gebieten und repräsentieren gleichzeitig auf lokaler Ebene den irakischen Staat. Häufig sind sie es, die Christen und andere nicht-muslimische Minderheiten vor Ort schikanieren, verfolgen, terrorisieren. Woche für Woche, Monat für Monat werden unschuldige Kinder, Männer und Frauen entführt, vergewaltigt, gequält, bedroht und mit großer Grausamkeit ermordet. Niemandem gelingt es, die Verbrechen gegen diese Minderheit systematisch zu erfassen, daher ist folgende Liste unvollständig und nur die „Spitze des Eisbergs“. Sie macht trotzdem deutlich, dass die Verfolgung und Bedrohung, die auf die Vertreibung der Assyro-Chaldäer aus ihrer Heimat im Irak abzielt, seit 2003 andauert. Statistiken des UN Flüchtlingshochkommissariats UNHCR zeigen, dass die Zahl der christlichen Flüchtlinge in Syrien und Jordanien immer nach schweren Angriffswellen auf die Kirchen im Irak in die Höhe schnellt. Diese Gruppe ist unter den irakischen Flüchtlingen in Syrien und Jordanien mit über 40% überproportional stark vertreten. Auch dort jedoch sind sie nicht willkommen. Ihre einzige Möglichkeit ist die Weiterwanderung in ein anderes Land.