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Aktuelles News & Artikel Afghanistan-Einsatz wird immer gefährlicher – Wachsender Einfluss von Taliban und Warlords

Bundeswehrsoldat bei Anschlag in Afghanistan verletzt

Afghanistan-Einsatz wird immer gefährlicher – Wachsender Einfluss von Taliban und Warlords

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Nach dem Anschlag auf Bundeswehrsoldaten in der nordafghanischen Stadt Kundus hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch vor einer Zunahme der Gewalt in Afghanistan gewarnt. „Der Bundeswehreinsatz wird immer gefährlicher, da sowohl die aufständischen Taliban als auch die Warlords ihren Einfluss stetig ausbauen“, warnte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius. „Die Taliban werden auf die geplante Stationierung von NATO-Truppen im umkämpften Süden Afghanistans mit noch mehr Terroranschlägen gegen ausländische Soldaten antworten“, befürchtet Delius. Am vergangenen Sonntag seien bereits kanadische Truppen in der Nähe von Kandahar im Süden Afghanistans angegriffen worden. Am Montag darauf seien US-Truppen im Westen in der Provinz Farah beschossen worden.

Doch auch die Zivilbevölkerung leide immer mehr unter dem Terror der Taliban. Allein in der Provinz Helmand seien seit dem Jahr 2005 mindestens fünfzehn Schulen von Aufständischen in Brand gesetzt worden. Weitere 200 Schulen hätten wegen der unsicheren Lage in den Provinzen Helmand, Zabul, Urozgan und Kandahar schließen müssen. Mit Terroranschlägen gegen Lehrer und Schülerinnen versuchten die Taliban zu verhindern, dass auch Mädchen zur Schule gehen können.

Die wachsende Gewalt werde auch von Warlords geschürt, die mit der Regierung verbündet seien, um ihre eigene Machtposition auszu-bauen. So nutze der von der Regierung Karsai im August 2003 abgesetzte Gouverneur der Provinz Herat, Ismail Khan, Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten in seiner Heimatprovinz, um sich in der Provinz Herat wieder an die Macht zu putschen. Mindestens vier Menschen seien bei Unruhen in Herat am 9. Februar 2006 getötet und 120 Menschen verletzt worden. Gezielt habe Khan von seinen Anhängern die Unruhen schüren lassen, um seinen von Staatspräsident Karsai eingesetzten Nachfolger zu stürzen.

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