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Aktuelles News & Artikel Bestürzung über Zurückweisung christlicher Irak-Flüchtlinge durch EU-Innenminister

EU reagiert auf Schäuble-Initiative mit Skepsis

Bestürzung über Zurückweisung christlicher Irak-Flüchtlinge durch EU-Innenminister

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Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.

Die GfbV appellierte noch einmal dringend an die Bundesregierung und die Parteien in Deutschland, der „Fehlentscheidung der EU“ nicht zu folgen und einem Kontingent von mindestens 30.000 Christen aus dem Irak Zuflucht zu gewähren. Eine schnelle Integration der Angehörigen der assyro-chaldäischen Glaubensgemeinschaft aus dem Irak sei vorgezeichnet, da gerade die irakischen Christen meist überdurchschnittlich gut ausgebildet seien. Unter ihnen gebe es zahlreiche Fachleute.

Als erste Institution in Deutschland hatte die GfbV schon 2004 vor einem Massenexodus der Christen aus dem Irak gewarnt und dann gefordert , ein Kontingent dieser Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen. Denn seit 2003 sind die Angehörigen dieser Glaubensgemeinschaft dem systematischen Terror fanatischer Islamisten ausgesetzt, wies die GfbV in einer detaillierten „Chronik der Gewalt“ gegen Christen und christliche Einrichtungen nach.

Bis heute sieht die Menschenrechtsorganisation für die Assyro-Chaldäer keine realistische Zukunft in den arabisch-sunnitisch dominierten Teilen des Irak. „Wenn die Kirchen in die Luft gesprengt, Nonnen vergewaltigt, Priester und Bischöfe entführt und ermordet werden, führt dies zum Massenexodus“, befürchtet Zülch. In weiten Teilen des Süd- und Mittelirak lebten kaum noch Christen. Es seien nur die Kranken und Armen zurückgeblieben, die sich nicht flüchten. In der autonomen Region Kurdistan im Norden des Landes und in der von christlichen und kurdischen Milizen geschützten im Süden angrenzenden Niniveh-Ebene hätten bisher 120.000 Christen Schutz gesucht. Für noch mehr Flüchtlinge gebe es dort keine Kapazitäten mehr. Vor dem Krieg lebten rund 650.000 Christen im Irak.

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