Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Alarmiert von Bildern wütender Indianer im brasilianischen Amazonasgebiet, die mit Pfeil und Bogen auf einen Helikopter schießen, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag von Brasilien einen besseren Schutz für isoliert lebende Ureinwohnergemeinschaften gefordert.
„Dieser Vorfall beweist, dass es indianische Gruppen im Regenwald gibt, die sich von der Außenwelt bedroht fühlen und keinen Kontakt wünschen“, sagte die GfbV-Referentin für indigene Völker, Yvonne Bangert, „deshalb muss zuverlässig dafür gesorgt werden, dass ihr Territorium hermetisch von der Außenwelt abgeriegelt wird.“
Gerade die Grenzregion zu Peru sei ein besonders sensibler Bereich, in den immer wieder illegale Holzfäller eindringen und die dort in freiwilliger Isolation lebenden kleinen indianischen Gruppen gewaltsam verdrängen. Wenn sich diese Ureinwohner nicht in Sicherheit fühlen könnten und in ständiger Furcht vor fremden Eindringlingen leben oder sogar flüchten müssten, werde es sie bald nicht mehr geben.
Noch mindestens 60 in freiwilliger Isolation lebende Völker gibt es in Brasilien, berichtet die Partnerorganisation der GfbV vor Ort, der Indianermissionsrat CIMI. Weitere leben in Peru, Bolivien und Ecuador. Einige von ihnen seien akut vom Aussterben bedroht, weil Holzunternehmen oder Viehzüchter in ihre Rückzugsgebiete drängen. Ihnen drohten Krankheiten, der Verlust ihrer Lebensweise und Kultur.

Gemeinsam handeln – Newsletter abonnieren
Bleiben Sie informiert über unsere Menschenrechtsarbeit, Erfolge und aktuelle Kampagnen. Unser Newsletter bringt Ihnen Stimmen unserer Partner*innen, Analysen und Möglichkeiten zum Mitmachen direkt ins Postfach.