Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Bundeskanzler Gerhard Schröder hat bei seinem Besuch in Sarajevo am heutigen Dienstag vor dem bosnischen Präsidium mit einer Delegation der Frauen von Srebrenica gesprochen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hatte am Vortag um das Gespräch gebeten. Schröder versicherte den Überlebenden des schlimmsten Massakers in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg, dass er über ihr Schicksal informiert sei, sich für sie einsetzt und sich weiter für sie einsetzen werde. Die Frauen von Srebrenica fordern unter anderem, dass die für das Massaker an mindestens 7.800 bosnisch-muslimischen Knaben und Männern 1995 verantwortlichen Täter zur Verantwortung gezogen werden. Die Srebrenica-Kommission listet inzwischen 892 mutmaßliche Kriegsverbrecher namentlich auf.

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