Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
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Am 14. Oktober stimmt die Bevölkerung Australiens in einem Referendum über die „Aboriginal and Torres Strait Islander Voice“ ab – ein beratendes Gremium für die indigene Bevölkerung Australiens soll in der Verfassung des Landes verankert werden. Der Name ist so gewählt, dass man eigentlich gar nicht dagegen sein kann. Und doch gibt es viele Indigene im Land, die für ein „Nein“ werben.
Nicht allen Aboriginal-Kindern ist es vergönnt, unbeschwert aufzuwachsen. Einige werden ihren Familien unter fadenscheinigen Gründen weggenommen, um sie in staatliche Betreuungseinrichtungen oder zu Pflegefamilien zu schicken. Foto: kerriekerr via iStock
Die Stolen Generation im heutigen Australien
Aboriginal-Kinder wurden und werden aus ihren Familien gerissen.
Es ist schon erstaunlich, dass ausgerechnet der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan durch seine Kritik an der Armenien-Resolution des Bundestags dafür gesorgt hat, dass der Völkermord in Namibia auch in Deutschland wieder ins öffentliche Bewusstsein gerückt ist.
Völkermord verjährt nicht!
Für die Nachfahren der Opfer sowie zahlreiche Historiker steht fest: Die Verbrechen an den Herero und Nama in den Jahren von 1904 bis 1908 waren der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts.