Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
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Die Christen der umstrittenen irakischen Stadt und Provinz Kirkuk haben sich zu einem überkonfessionellen Rat zusammengeschlossen, um die Interessen ihrer Glaubensgemeinschaft besser vertreten zu können. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), die im autonomen nordirakischen Bundesstaat Kurdistan ein Büro unterhält, berichtete am Dienstag, der „Rat der Christen in Kirkuk“ habe im Anschluss an seine Gründungsversammlung am vergangenen Wochenende die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in Westeuropa verurteilt. Sie seien nicht nur eine öffentliche Beleidigung des Islams und somit auch eine Beleidigung für das Christentum, sondern auch ein Hindernis für die Versöhnung und ein friedliches Zusammenleben der Religionen.
Dem neuen Gremium der Christen gehören die chaldäische, die altapostolische, die assyrische, die syrisch-orthodoxe, die syrisch-katholische und die armenisch-orthodoxe Kirche an, sagte der GfbV-Nahostreferent Kamal Sido. Zentrale Aufgaben des Rates sind die Vertretung der christlichen Bevölkerung der Stadt, die Unterstützung der christlichen Flüchtlinge aus dem zentralen und südlichen Irak sowie die Initiierung kultureller Aktivitäten der christlichen Gemeinschaften. Der Rat mit seinen drei Ausschüssen für Kultur, Soziales, Presse und Öffentlichkeit versteht sich als partei-politisch unabhängig.
Der Präsident des Irak, der Kurde Jalal Talabani, hatte bei Gesprächen mit Repräsentanten der arabischen, kurdischen, turkmenischen und christlichen Volksgruppen in Kirkuk Anfang Februar zu einem friedlichen Miteinander und zur Kooperation aufgerufen. Bei der Gelegenheit hatte er die christlichen Kirchen dazu angeregt, sich zusammenzuschließen.
Nach Artikel 140 der irakischen Verfassung soll ein Volksentscheid klären, ob die ölreiche Provinz Kirkuk zukünftig weiter der Zentralregierung in Bagdad unterstehen oder dem Bundesstaat Kurdistan angeschlossen werden soll.

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