Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Nach lokalen und internationalen Presseberichten ist es am Dienstag, den 17. Mai 2016, zu heftigen Kämpfen zwischen der kurdischen paramilitärischen Polizeieinheiten Asayisch und den Truppen der syrischen Armee in der nordöstlichen Stadt Al-Hasakeh gekommen. Dabei sollen mindestens drei Menschen verletzt worden sein. Grund für die neuen Kämpfe sind anscheinend die Versuche des Regimes, einige kurdische Studenten zu verhaften, um diese für die syrische Armee zu rekrutieren.
In Al-Hasakeh, wo vor 2011 etwa 175.000 Menschen lebten, wie auch in Qamischli ist das syrische Regime teilweise präsent. Aus allen anderen mehrheitlich von Kurden bewohnten Städten im Norden Syriens zog sich das Regime 2012 zurück. Al-Hasakeh war einer der ersten Orte, an denen die syrische „Revolution“ ausbrach. Die Stadt war damit der erste kurdische Ort, der sich auf Seiten der Rebellen positionierte. Nach mehreren Zusammenstößen zwischen islamistischen Gruppierungen und den kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG im Juli 2013, waren kurdische Aktivisten sehr enttäuscht von der arabischen sunnitischen Opposition in Al-Hasakeh, die mit den Radikalislamisten sympathisierten. Ab 2013 zogen sich die Regierungstruppen auf vereinzelte Kasernen zurück. Durch den erfolgreichen Kampf gegen den „Islamischen Staat“ (IS) im Raum Al-Hasakeh war es der YPG gelungen, ihre Position in dieser Region zu festigen.
Im März 2016 besuchte unser Nahostreferent Dr. Kamal Sido Nordsyrien und hielt sich zwei Tage in Al-Hasakeh auf. Dort führte er in der Zentrale der Sutoro-Einheit ein Interview mit Abu Al-Majd. Die Sutoro ist eine christliche Miliz, die mit der YPG verbündet ist.

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