Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und das Institut für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien (ICATAT) laden zu einer Veranstaltung zur Geschichte, Kultur und aktuellen Lage der Krimtataren ein – einem der Indigenen Völker der von Russland besetzen Krim. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen krimtatarische Künstler, Aktivisten und authentische Informationen über die politische und menschenrechtliche Lage auf der Krim. Die Veranstalter wollen damit auch ein Zeichen gegen russische Propaganda und Desinformation über die Krim setzen, die teils auch in Deutschland verfängt. Wir laden Sie herzlich ein:
Am Dienstag, den 25. November 2025,
ab 14 Uhr
in der Academy of International Affairs, Rheinallee 24, 53173 Bonn.
Im Rahmen der Veranstaltung wird das neu erschienene Buch „Die Krimtataren, Geschichte, Kultur, Politik“ vorgestellt und Ausschnitte einer Dokumentarfilm-Serie über krimtatarische Spuren in Deutschland gezeigt. Die Krimtatarin, Autorin und Aktivistin Elnara Nuriieva-Letova wird aus ihren Prosatexten lesen. Darin lässt sie uns an ihrer Suche nach Orientierung und Identität teilhaben und beschreibt, wie ihr eigenes Leben sich seit der Besetzung der Krim verändert hat. Dr. Hüsejn Cicek, Politikwissenschaftler und Religionswissenschaftler und Ko-Autor des Buches wird seine Forschung vorstellen. Im Anschluss gibt es die Gelegenheit des Austauschs mit Sarah Reinke, Leiterin der Menschenrechtsarbeit der GfbV und Mitherausgeberin des Buches, und Dr. Mieste Hotopp-Riecke, Leiter des ICATAT.
Die Krimtataren leben seit vielen Jahrhunderten auf der Krim. Heute werden sie dort von den russischen Besatzern systematisch verfolgt und schikaniert. Willkürliche Festnahmen, Verschleppungen, Hausdurchsuchungen und lange Haftstrafen sollen die Menschen einschüchtern. Doch die Krimtataren sind nicht nur Opfer russischer Repression. Sie waren und sind wichtige Akteure in Politik und Kultur Europas. Angesichts der aktuellen Diskussion um eine drohende Abtretung der Krim an die Russländische Föderation und der russischen Propaganda, dass die Krim schon immer russisch sei, ist es von großer Bedeutung, über die krimtatarische Geschichte und die Verflechtungen in ganz Europa zu berichten, sind sich die Veranstalter einig.
Die Veranstaltungsreihe wird unterstützt vom Ukrainischen Institut Deutschland aus Mitteln des Auswärtigen Amtes, von der DELP-Stiftung, der Heinrich-Böll-Stiftung sowie einem Bündnis krimtatarischer und deutschen Initiativen und NROs.

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