Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Friedensnobelpreisträger Tutu plädiert für Sanktionen
„Ich unterstütze von ganzem Herzen aus die Verhängung von Sanktionen gegen Khartum angesichts der Unnachgiebigkeit der sudanesischen Regierung“, erklärte Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu aus Südafrika im Juni 2007 vor Europaparlamentariern. Ausdrücklich nahm der frühere anglikanische Erzbischof von Kapstadt dabei Bezug auf die Wirksamkeit von Sanktionen gegen das Apartheidregime in Südafrika. „Vor allem, wenn die Sanktionen gezielt sind, sind sie sehr wirksam, sie arbeiteten für uns, erklärt Tutu. Der Nobelpreisträger sprach sich für Reiserestriktionen von sudanesischen Ministern und hohen Regierungsvertretern sowie für eine Einfrierung ihrer Bankkonten aus. Auch forderte er Unternehmen aus der EU auf, sich aus dem Sudan zurückzuziehen und verlangte die Einrichtung einer Flugverbotszone über Darfur.
Sanktionen jetzt fordert Friedensnobelpreisträgerin Jody Williams
Die für ihr weltweites Engagement für ein Verbot von Landminen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Menschenrechtlerin Jody Williams fordert die schnelle Verhängung von Sanktionen der Europäischen Union gegen den Sudan. Die EU soll nicht auf eine „elusive Resolution des Weltsicherheitsrates warten“, forderte Williams am 5. Juni 2007 in Brüssel.
Friedensappell des Papstes
Papst Benedikt XVI. hat eine Verhandlungslösung für Darfur gefordert: „In diesem tödlichen Konflikt, der vor allem die Zivilbevölkerung betrifft, kann mit Waffengewalt kein gerechter Frieden durchgesetzt werden“. Notwendig ist „eine Kultur des Dialogs und der Verhandlungen, um eine politische Lösung des Konflikts zu erreichen, der die kulturellen, ethnischen und religiösen Minderheiten berücksichtigt“, erklärte der Papst.

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