Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Bosnien-Herzegowina
Die bosnische Sektion der Gesellschaft für bedrohte Völker organisierte am 6. April 2009 – dem 17. Jahrestag des Beginns des Genozids in Bosnien-Herzegowina – zusammen mit Aktivisten der Organisation „Youth Initiative for Human Rights“ aus Serbien, Kroatien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina eine Gedenkaktion für die Genozidopfer. Die Veranstaltung fand im Rahmen der internationalen Kampagne „Genocide Prevention Month“, die von der US-Organisation „Genocide Prevention Project“ geleitet wird, statt. Aktivisten aus Serbien, Montenegro, Kroatien und Bosnien-Herzegowina malten in Sarajevo gemeinsam zum Gedenken an die Opfer an einem der zahlreichen Massakerorte die „Sarajevo-Rose“ auf dem Asphalt mit roter Farbe aus. Auf der anschließenden Pressekonferenz riefen die überlebenden Genozidopfer – Mütter aus Srebrenica, ehemalige Lagerhäftlinge, Frauen aus Vergewaltigungslagern, Vertriebene und Angehörige der Opfer – die Vereinten Nationen und die Weltmächte dazu auf, die Verantwortlichen für den Genozid in Bosnien-Herzegowina zu verhaften und zu bestrafen. Außerdem sollten sie die noch andauernden Massenverbrechen in Darfur und Palästina sofort stoppen und in Zukunft eine bessere Prävention und Vorsorge gegen derartige Massenverbrechen und Genozid überall auf der Welt leisten.
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