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Aktuelles News & Artikel Internationaler Tag für die Beseitigung sexualisierter Gewalt in bewaffneten Konflikten (19.6.)

Mehr Schutz und Hilfe für Opfer notwendig - Ermutigenden Worten müssen auch Taten folgen (Pressemitteilung)

Internationaler Tag für die Beseitigung sexualisierter Gewalt in bewaffneten Konflikten (19.6.)

Internationaler Tag für die Beseitigung sexualisierter Gewalt in bewaffneten Konflikten (19.6.)
In Darfur dürfe die Zahl der Blauhelmsoldaten nicht verringert werden, sonst würden Flüchtlinge und Dorfgemeinschaften noch größeren Gefahren ausgesetzt, forderte der GfbV-Direktor Ulrich Delius. Foto: MINUSMA via Flickr

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Anlässlich des Internationalen Tages für die Beseitigung sexualisierter Gewalt in bewaffneten Konflikten (19.6.) hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag von der internationalen Staatengemeinschaft mehr Anstrengungen zum Schutz von Frauen und Mädchen in kriegerischen Auseinandersetzungen gefordert. „Alle schönen Worte und Resolutionen der Vereinten Nationen helfen nichts, wenn im Alltag Opfer sexualisierter Gewalt weder geschützt werden noch Hilfe erhalten und Täter straflos bleiben wie beispielsweise in Darfur im Westen des Sudan, im Irak oder auf den Philippinen“, erklärte der GfbV-Direktor Ulrich Delius in Göttingen.

In Darfur dürfe die Zahl der Blauhelmsoldaten nicht verringert werden, sonst würden Flüchtlinge und Dorfgemeinschaften noch größeren Gefahren ausgesetzt, forderte der Menschenrechtler. Der Weltsicherheitsrat will am 27. Juni 2017 beschließen, den Anteil seiner UN-Soldaten in Darfur um 30 Prozent zu verringern. Die Afrikanische Union will sogar 44 Prozent ihres Personals aus der UNAMID, der gemeinsamen Friedenstruppe mit den UN, abziehen. Organisationen der mehr als zwei Millionen Darfur-Flüchtlinge sowie Rechtsanwälte aus dem Westen des Sudan kritisierten die Pläne, weil es keine Sicherheit für die Zivilbevölkerung gibt und Milizionäre dort Frauen und Mädchen auflauern. Es gibt sehr viele Vergewaltigungen.

Delius erinnerte auch an das tragische Schicksal der mehr als 1.800 Yezidinnen im Irak, die von der Terrororganisation „Islamischer Staat“ verschleppt und als Sex-Sklavinnen missbraucht werden. „Die entführten Frauen sind Opfer eines Völkermordes und dürfen nicht vergessen werden. Dringend müssen die Anstrengungen für ihre Freilassung verstärkt werden“, verlangte der GfbV-Direktor.

„Als der philippinische Präsident Duterte im Mai 2017 seine Soldaten und Milizionäre zu sexualisierter Gewalt gegen Zivilisten anstachelte, hätten wir uns deutlichere Kritik der internationalen Gemeinschaft gewünscht“, kritisierte Delius. „Indigene Lumad werden dort immer wieder Opfer von Übergriffen von Milizionären und Soldaten.“

Kritik äußerte die GfbV auch an der Haltung der deutschen Bundesregierung. „Wenn man es mit der Ächtung von sexualisierter Gewalt in Konflikten ernst meint, dann sollte man nicht den Oberkommandierenden von Burmas Armee nach Deutschland einladen, wenige Wochen nachdem seine Soldaten von den UN beschuldigt wurden, im Rakhine-Staat Massenvergewaltigungen an Rohingya zu begehen.“ General Aung Hlaing war im April 2017 in Deutschland.

Header Foto: MINUSMA via Flickr

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