Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
„Sie haben mich dazu gezwungen zu töten“, berichtet der 14 jährige Ahmed aus Somalia. Ahmed zählt zu den 70.000 Kindersoldaten, die alleine in Somalia am Horn von Afrika von verschiedenen Milizen unter Waffen gehalten werden. Ahmed kann nur hoffen, seine traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten, wenn endlich Frieden in Somalia gesichert werden kann. Doch davon scheint das Land noch weit entfernt. In 16 Jahren Krieg und Willkürherrschaft von Warlords kamen in Somalia mehr als eine Million Menschen zu Tode.
Auch heute sind es wieder die Kindersoldaten, die in Milizen der Warlords kämpfen. Auch Ahmed musste wieder kämpfen und töten, als wenige Tage nach Weihnachten 2006 äthiopische Soldaten und Kampfflugzeuge in Somalia intervenierten. Zwar sind die Kämpfe nun abgeebbt, doch Frieden wird es nur geben, wenn die somalische Übergangsregierung endlich die Bildung einer repräsentativen Regierung der nationalen Einheit akzeptiert, in der alle bedeutenden Clan-Gruppen vertreten sind. Bislang weigert sie sich. Nur ausländischer Druck wird sie umstimmen können.

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