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Aktuelles News & Artikel Kurdischer Menschenrechtler in Syrien festgenommen

Gesellschaft für bedrohte Völker sorgt sich um ihren Gewährsmann

Kurdischer Menschenrechtler in Syrien festgenommen

Kurdischer Menschenrechtler in Syrien festgenommen
Der syrisch-kurdische Menschenrechtler Maschal Tamo

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Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.

Der syrisch-kurdische Menschenrechtler und Gewährsmann der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Maschal Tamo, ist in der Nacht zum Freitag in Syrien festgenommen worden. Seinen Angehörigen wird jede Auskunft darüber, wo sich der Sprecher der kurdischen Zukunftsbewegung befindet, verweigert, berichtete seine Ehefrau der GfbV am Freitagnachmittag telefonisch. Tamo habe die etwa 440 Kilometer von Damaskus entfernte Stadt Ain al-Arab im Norden Syriens gegen 02.30 Uhr mit seinem Privatwagen verlassen wollen, als er von syrischen Sicherheitskräften angehalten und mitgenommen wurde. Bekannte hatten seine Frau in der Stadt Kamischli benachrichtigt. Tamo informiert die GfbV regelmäßig über die Menschenrechtslage in Syrien. Da Misshandlungen und Folter in Polizeigewahrsam in Syrien an der Tagesordnung sind, ist die GfbV in großer Sorge um das Wohlbefinden ihres Gewährsmannes.

Die GfbV wird sich an internationale Institutionen und Außenministerien demokratischer Staaten wenden mit der Bitte, sich für die sofortige Freilassung von Maschal Tamo einzusetzen.

In Syrien werden rund 150 Kurden als politische Gefangene in Haftanstalten festgehalten. Der GfbV sind die Namen von 73 Gefangenen bekannt. Die etwa zwei Millionen syrischen Kurden, die in drei Regionen an der syrisch-türkischen Grenze die Mehrheit der Bevölkerung stellen, werden bis heute diskriminiert oder unterdrückt. Ihnen werden die sprachlichen und kulturellen Rechte vorenthalten. 1962 wurde 300.000 Kurden im Zuge der massiven Arabisierungspolitik die syrische Staatsbürgerschaft aberkannt. Seitdem verlangen internationale Menschenrechtsorganisationen, unter ihnen auch die GfbV, ihre Wiedereinbürgerung.

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