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Aktuelles News & Artikel Letzte Zeitzeugen berichten über ihr Schicksal als „Wolfskinder“ nach 1945

PRESSEEINLADUNG Delegation der ostpreußischen "Wolfskinder" aus Litauen in Niedersachsen

Letzte Zeitzeugen berichten über ihr Schicksal als „Wolfskinder“ nach 1945

Letzte Zeitzeugen berichten über ihr Schicksal als „Wolfskinder“ nach 1945
© Katja Wolff/GfbV

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Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.

Als letzte Zeitzeugen werden 34 ostpreußische „Wolfskinder“ am kommenden Mittwoch um 19.30 Uhr im Alten Rathaus von Göttingen über ihr Schicksal nach 1945 berichten. Organisiert wird die Veranstaltung von der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Außer Göttingen werden die Gäste aus Litauen auch Hann.Münden und Duderstadt besuchen. Die GfbV dankt den drei Städten, ihren Bürgermeistern sowie der Stadtkirchengemeinde Hann.Münden für ihre Gastfreundschaft und der Firma Otto Bock für ihre sehr großzügige Unterstützung.

„Zur Vergangenheitsbewältigung jüngster deutscher Geschichte gehört auch die Solidarität mit denjenigen Opfern von Flucht und Vertreibung, die bis heute noch unter ihrem besonderen Schicksal leiden“, sagt der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch. „Zu ihnen gehören die ostpreußischen „Wolfskinder“, die nach der Zerstörung Königsbergs und seiner Umgebung verwaist in den Trümmern überlebten. Diese Kinder wussten, dass dort der Tod auf sie wartete und flüchteten in Güterzügen nach Litauen, wo human gesinnte Bauernfamilien sie adoptierten.“

„Jeder zweite Niedersachse ist entweder Vertriebener, Flüchtling oder Spätaussiedler oder hat einen Eltern- oder Großelternteil, der aus den früheren Ostgebieten stammt“, sagt Zülch. Allein in Göttingen erinnern die Elbinger und Königsberger Straße und der Insterburger, Allensteiner sowie Memeler Weg an die Heimatorte der Vertriebenen im früheren Ostpreußen.

Die GfbV will sich nicht nur auf Gastfreundschaft und Informationsveranstaltungen beschränken. Sie will sich auch in Sachen Wiedereinbürgerung und Wiedergutmachungsrenten für die Letzten der „Wolfskinder“ engagieren. Denn diese deutschen Kinder sind heute alte Menschen und haben zum Teil immer noch keine deutsche Staatsbürgerschaft. Sie benötigen dringend Opferrenten als eine der vom Schicksal am härtesten getroffenen Gruppen unter den Vertriebenen.

Erfolgreich hatte die GfbV 1980 bis 1983 unter anderem die Wiedereinbürgerung zahlreicher deutscher Sinti und Roma durch die damalige Bundesregierung sowie eine erste Opferrentenregelung für sie durchgesetzt.

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