Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Zum Auftakt der siebten und in diesem Jahr bedeutendsten Konferenz des UN-Menschenrechtsrates in Genf hat die Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV) am Montag kritisiert, dass weder die schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen in China noch in Russland auf der Tagesordnung stehen. „Es spricht nicht für die Glaubwürdigkeit des Rates, wenn eklatante Menschenrechtsverletzungen aus politischer Rücksichtnahme ignoriert werden“, erklärte der Präsident der GfbV International, Tilman Zülch. Ein Glaubwürdigkeitsproblem habe der Rat auch bei seinem Umgang mit dem Völkermord in Darfur. Aufgrund des Widerstands afrikanischer und islamischer Staaten sowie ihrer Verbündeten sei bisher jeder Versuch gescheitert, den an den muslimischen Schwarzafrikanern des Westsudan begangenen Völkermord zu verurteilen.
Bei der heute beginnenden Tagung, die bis zum 28. März 2008 andauert, wollen die afrikanischen Staaten einen Resolutionsentwurf vorlegen, der die Genozidverbrechen in Darfur verharmlose, kritisierte die GfbV. Angesichts stetig neuer Angriffe auf die Zivilbevölkerung dürfe der Rat jedoch nicht länger zur Verantwortung der sudanesischen Regierung für die Verbrechen in Darfur schweigen.
Trotz zahlreicher Reporte internationaler Menschenrechtsorganisationen habe der Rat sich in seinem Gründungsjahr 2006 nicht dazu entschließen können, die schweren Menschenrechtsverletzungen in Darfur zu verurteilen. Stattdessen habe er eine Untersuchungsmission unter Vorsitz der Friedensnobelpreisträgerin Jody Williams mit weiteren Recherchen betraut. Als dieses Team in seinem im März 2007 vorgelegten Report die sudanesische Regierung beschuldigte, für die Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung verantwortlich zu sein, wurden ihre Empfehlungen verworfen und eine neue Expertengruppe eingesetzt. Als auch diese im Dezember 2007 einen kritischen Bericht vorlegte, wurde sie kurzerhand aufgelöst.
Die GfbV hat zur 7.Tagung des UN-Menschenrechtsrates schriftliche Stellungnahmen zur Menschenrechtslage im Sudan, in China, Burma, Sri Lanka, Somalia und Guatemala eingereicht.
Wieder einmal haben wir für den UN-Menschenrechtsrat unsere schriftlichen Stellungnahmen verfaßt, um auf drängende Menschenrechtsprobleme hinzuweisen. Sie finden sie hier
Zu unserer Website Rettet Darfur

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