Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Zum Spontanbesuch des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan an der Katastrophenstelle nach dem furchtbaren und tragischen Großbrand in Ludwigshafen, bei dem am Sonntagabend neun Angehörige türkischstämmiger Familien ums Leben kamen, ein Appell von Tilman Zülch, Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV):
„Wir schätzen das große Engagement des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan für das Wohl seiner türkischstämmigen Landsleute im Ausland. Wir appellieren aber gleichzeitig an den türkischen Ministerpräsidenten und an seine Minister, das gleiche Engagement endlich auch zu zeigen, wenn türkische Bürger kurdischer Nationalität und solche christlichen Glaubens in der Türkei verschleppt, in türkischen Gefängnissen gefoltert, von Polizei oder Armee ermordet, oder zu unrecht inhaftiert werden. Weder bei der Ermordung des letzten international bekannten, türkischen Armeniers Hrant Dink am 19.01.2007 vor dem Verlagshaus der Zeitschrift Agos in Istanbul, noch bei der Folterung und Ermordung der Christen Tilmann Geske, Necati Aydin und Ugur Yuksel am 18.04.2007 in Malatya, noch bei der Ermordung des katholischen Priesters Andrea Santoro am 06.02.2006 in Trabzon/Trapezunt, oder bei dem tödlichen Terroranschlag auf zehn kurdische Staatsbürger am 12.9.2006 vor dem Freizeit-Park in Diyarbakir sind der türkische Premierminister Erdogan oder ein anderer hochrangiger türkischer Regierungspolitiker erschienen, um ihrer Bestürzung Ausdruck zu geben.“

Gemeinsam handeln – Newsletter abonnieren
Bleiben Sie informiert über unsere Menschenrechtsarbeit, Erfolge und aktuelle Kampagnen. Unser Newsletter bringt Ihnen Stimmen unserer Partner*innen, Analysen und Möglichkeiten zum Mitmachen direkt ins Postfach.
