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Neue Gewalt gegen Christen in Indien

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Über neue Gewalttaten gegen Christen im indischen Bundesstaat Orissa berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag. Am vergangenen Wochenende seien dort trotz des Einschreitens der Polizei die Häuser von 20 Christen und ein Gebetsraum niedergebrannt worden. Bereits am Freitag sei eine Kirche der Missionsgesellschaft „Gospel for Asia“ durch ein Feuer zerstört worden. Zwei radikale Hindus seien bei dem Versuch, eine Kirche und das Haus eines Christen im Distrikt Kandhamal anzuzünden, am Samstagabend von Polizisten getötet worden.

Mindestens 22 Christen wurden nach Angaben der indischen Polizei in Orissa seit dem Mord an dem Hindu-Nationalisten und lokalen Führer der radikalen Hindu-Bewegung Vishwa Hindu Parishad (VHP), Swami Laxmananda Saraswati, am 23. August bei pogromartigen Übergriffen von Hindu getötet. Der Katholischen Kirche Indiens nahe stehende Kreise gehen von mehr als 50 Todesopfern aus. Rund 1.500 Häuser von Christen seien vom Mob zerstört und mehr als 50 Kirchen niedergebrannt worden. Bis zu 50.000 Christen seien vor der Gewalt aus ihren Dörfen geflohen, rund 15.000 von ihnen hätten in Flüchtlingslagern Zuflucht gesucht.

Die Polizei vermutet, dass Swami Laxmananda, der seit Jahren ungestraft zur Gewalt gegen Christen aufgerufen hatte, von maoistischen Aufständischen ermordet wurde. Der Hindu-Führer wird für mindestens 56 Übergriffe radikaler Hindu auf Christen seit 1987 verantwortlich gemacht.. Außerdem war er verantwortlich für die Zwangskonversion von christlichen Adivasi-Ureinwohnern zum Hinduismus.

Gemäß der Volkszählung aus dem Jahr 2001 sind 2,1 Prozent der Bewohner Orissas Christen. Ein Großteil von ihnen sind Adivasi-Ureinwohner, die in der indischen Kastengesellschaft jahrzehntelang benachteiligt wurden und in den christlichen Kirchen erstmals Anerkennung und Respekt erfuhren.

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