Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Mit einer neuen Verhaftungswelle von Darfuris haben die sudanesischen Behörden auf den Angriff einer Rebellenbewegung aus Darfur auf die Hauptstadt Khartum reagiert, berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag. Mindestens 46 namentlich bekannte Darfuris – unter ihnen vor allem Angehörige des Volkes der Zaghawa – seien alleine aufgrund ihrer ethnischen Abstammung seit dem Angriff am letzten Samstag in der Vorstadt Omdurman festgenommen worden.
Unter den 38 Verhafteten, die am 11. Mai 2008 in Gewahrsam genommen worden seien, befänden sich viele Studenten, erklärte die Menschenrechtsorganisation. Weitere acht namentlich bekannte Personen seien am 12. Mai 2008 in Omdurman festgenommen worden. Es sei zu befürchten, dass die Verhafteten im Gewahrsam der Sicherheitskräfte gefoltert würden, um mutmaßlich Mitwisser des Überraschungsangriffes zu ermitteln.
Einen Tag zuvor, am Pfingstsamstag, dem 10. Mai 2008, hatten mehrere hundert Kämpfer der aus Darfur stammenden „Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit“ (Justice and Equality Movement, JEM) ausgehend von der Stadt Omdurman die benachbarte Hauptstadt Khartum angegriffen. Sudanesischen Sicherheitskräften gelang es zwar schließlich, den Angriff abzuwehren, doch waren Sicherheitskreise in der sudanesischen Hauptstadt vollkommen überrascht von der Attacke der JEM, die normalerweise nur mehr als tausend Kilometer weiter westlich in Darfur staatliche Einrichtungen angreift.

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