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Aktuelles News & Artikel Pressegespräch mit Ministerin des Südsudan: Junger Staat sucht Partner

Zukunftsperspektiven für den Südsudan

Pressegespräch mit Ministerin des Südsudan: Junger Staat sucht Partner

Pressegespräch mit Ministerin des Südsudan: Junger Staat sucht Partner
© GfbV

Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen

Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.

Wir laden herzlich ein zu einem spontanen Pressegespräch

mit Ministerin Dr. Anne Itto und

dem Präsidenten der GfbV-International, Tilman Zülch,

am heutigen Freitag, den 21. Januar 2011,

um 14.30 Uhr

im Hotel Adlon, Akademieraum 2, Etage 3 in Berlin.

Überraschend ist Frau Dr. Anne Itto, Ministerin des Südsudan für Landwirtschaft und Generalsekretärin der südsudanesischen Mehrheitspartei „Southern Sudan Peoples Liberation Movement“ (SPLM) für zwei Tage nach Berlin gekommen. Frau Itto ist die höchstrangige Frau des Südsudan und gleichzeitig Stellvertreterin des Präsidenten.

Nach den Verfolgungen, Vertreibungen und Versklavungen der schwarzafrikanischen Bevölkerung des Südsudan steht die Unabhängigkeit des Landes vor der Tür. Nach verschiedenen Schätzungen haben gut 95 % der Bevölkerung bei dem gerade beendeten Plebiszit für die Souveränität des Südsudan gestimmt. Somit wird ein Land unabhängig, seit 50 Jahren durch Kriege verwüstet und verarmt, das über unendlich große landwirtschaftlich nutzbare Regionen verfügt.

Durch Vertreibung, Hungerblockaden, Bombardements und Massaker sind im Südsudan 1955 – 2005 nach verschiedenen Schätzungen bis zu vier Millionen Menschen ums Leben gekommen. Die GfbV hat den Völkermord seit 1970 dokumentiert und die südsudanesische Bevölkerung unterstützt.

Die Ministerin sieht in die Zukunft, möchte über diese Perspektiven sprechen, die sie für ihre Bevölkerung nutzen möchte und für die sie Partner, nicht zuletzt in Deutschland und der Europäischen Union sucht.

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