Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Konferenz in Paris (12. Juni) zieht Bilanz nach zwei Jahren Afghanistan-Pakt <
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und der prominente afghanische Journalist Yacub Ibrahimi werden am kommenden Mittwoch in Hamburg gemeinsam ihren ausführlichen Report zur gegenwärtigen Situation der Menschenrechte in Afghanistan vorlegen.
Anlass ist die Afghanistan-Konferenz in Paris, an der am Donnerstag, dem 12. Juni, UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und führende Politiker aus aller Welt zwei Jahre nach Unterzeichnung des Afghanistan-Paktes über Demokratie, Menschenrechte, Sicherheit und soziale Entwicklung in Afghanistan eine erste Zwischenbilanz ziehen werden.
In ihrer kritischen Bestandsaufnahme dokumentiert die GfbV etliche Fälle von gravierenden Menschenrechtsverletzungen an Journalisten, Frauen und Kindern sowie den verheerenden, wachsenden Einfluss der Warlords. Die massiven Übergriffe von Polizisten, Sicherheitsdiensten, Drogenmafia, Taliban und lokalen Kriegsfürsten zeichnen ein düsteres Bild von der
Entwicklung der zivilen Ordnung. Der 30seitige Report zeigt ebenfalls, dass die internationale Hilfe oft wirkungslos bleibt.
Wir möchten Sie gemeinsam mit Yacub Ibrahimi und der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte herzlich einladen zu der Präsentation unseres Menschenrechtsrechtsreportes
„Zwei Jahre Afghanistan-Pakt – Ungelöste Versprechen: Menschenrechte und Wiederaufbau in Afghanistan in Gefahr“
am Mittwoch, dem 11. Juni, um 10 Uhr 30
im Hotel Park Hyatt, Bugenhagenstrasse 8
Herr Ibrahimi ist zurzeit Gast der der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte. Der in Nordafghanistan lebende Journalist gilt als ausgewiesener Kenner der Menschenrechtslage auch in denjenigen Provinzen, in denen Bundeswehrsoldaten stationiert sind. Kein afghanischer Journalist hat die Verbrechen der Warlords so kenntnisreich und detailliert angeprangert wie er. Aufgrund seiner Berichterstattung über Warlords, Drogenbarone sowie die Korruption in den Behörden wurde sein Bruder Parvez Kaambakhsh in Sippenhaft genommen und im Januar 2008 zum Tode verurteilt. Sein Berufungsverfahren wurde am 1. Juni auf unbestimmte Zeit vertagt.

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