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Einladung

Quichua-Indianer wirbt um Unterstützung für Gesundheitsprojekt im Regenwald von Ecuador

Quichua-Indianer wirbt um Unterstützung für Gesundheitsprojekt im Regenwald von Ecuador
Flavio Santi (l.), Rodolfo Stavenhagen (m.) und Thilo Hoppe (r.)

Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen

Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Quichua-Indianer Flavio Santi ist auf Einladung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) aus dem ecuadorianischen Amazonasgebiet nach Berlin gekommen, um über ein einzigartiges und eigenständiges Gesundheitsprojekt in seiner Gemeinde San Jacinto zu berichten und um Unterstützung zu werben. Doch auch die Bedrohung der Quichua und Shuar durch die auf ihrem Gebiet geplante Erdölförderung wird Thema verschiedener Gespräche mit Politikern aller Parteien, Stiftungen und bei Vortragsveranstaltungen sein, die die GfbV für ihn in Berlin, Braunschweig, Bonn und Frankfurt organisiert.

„Das geplante Gesundheitszentrum mit seinen fünf traditionellen Häusern im Dorf Amazanga kann zur Stärkung der Identität und Kultur der rund 5000 Quichua und Shuar in der ganzen Gemeinde San Jacinto mit ihren 33 Dörfern beitragen“, meint Kerstin Veigt vom GfbV-Referat für Indigene Völker. „Unterstützung bei der Bewahrung ihrer Kultur haben die Quichua und Shuar auch bitter nötig, denn wenn auch auf ihrem Land Ölförderanlagen errichtet werden, müssen sie mit gravierenden Einschnitten in ihre Kultur und Wirtschaftsweise sowie mit schweren Umweltschäden rechnen.“ Die GfbV setzt sich dafür ein, dass die indigenen Völker (Ureinwohner) Mitspracherecht bei der Planung zur Ölförderung bekommen und nicht übergangen werden.

In vielen Teilen des ecuadorianischen Regenwaldes sind indianische Gemeinschaften bereits ihrer Existenzgrundlage beraubt. Das Öl hat ihr Trinkwasser und Ackerland verseucht. Der Wald ist zerstört. Holzfäller und Siedler sind nachgerückt. Alkoholismus und Prostitution haben sich ausgebreitet. Die Menschen leiden unter gesundheitlichen Schäden. Krebs und Fehlgeburten, Hautkrankheiten, Kopf- und Bauchschmerzen haben zugenommen. Bohrstellen, Zufahrts- und Transportwege zerschneiden das Gebiet.

Wir würden uns auch sehr freuen, Sie auf einer unserer öffentlichen Veranstaltungen in Berlin begrüßen zu dürfen.

Di., 27.03.07, 19:00 Uhr im Kulturzentrum Helle Panke, Kopenhagener Str. 9 (Prenzl.Berg), Hambik Huasi – die Hüter des Regenwaldes und ihre Initiative

Do., 29.03.07, 19:00 Uhr im Ibero-Amerikanischen Institut, Potsdamer Str. 37 (Kulturforum, am Potsdamer Platz) Podiumsdiskussion mit Rodolfo Stavenhagen, UN-Sonderberichterstatter für die Rechte indigener Völker, Thilo Hoppe, Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Zum GfbV-Projekt Amazanga

Zum virtuellen Dorf Amazanga

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