Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
GfbV-Nahostreferent Kamal Sido in einem Interview über das Eingreifen Russlands in den syrischen Bürgerkrieg. Sido fordert unter anderem für eine Lösung des blutigen Konflikts:
– Lokale Lösungen für bestimmte Gebiete (Friedensinseln) müssen gefunden werden und diese müssen stabilisiert werden. Dort muss die Zivilbevölkerung humanitär unterstützt werden.
– „Kurdische“ Kantone im Norden müssen unterstützt werden. Die politische Basis dieser Kantone muss erweitert werden.
– Der „Islamische Staat“ (IS) und andere radikale Islamisten müssen mit allen Mitteln bekämpft werden.
– Syrien als einheitlicher Staat hat nur mit einem demokratischen, pluralistischen, dezentralen, säkularen System eine Zukunft. Die Muslimbrüder dürfen das Land nicht beherrschen, sie können sich an der Macht beteiligen. Keine Einführung von Schariah-Recht, vollständige Trennung zwischen Staat und Religion, vollständige Glaubensfreiheit (Abschaffung der Apostasie im Islam).
– Hilfe an interne syrische Akteure nur gegen Einhaltung von Menschen- und Minderheitenrechten.
– Schon jetzt muss an eine Bestrafung der Kriegsverbrecher gedacht werden: Es darf keine Straflosigkeit geben.

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