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Terroristen schicken „letzte Warnung“ an Mandäer im Irak

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Fundamentalistische islamische Terroristen haben der mandäischen Glaubensgemeinschaft im Irak nach Informationen der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine „letzte Warnung“ geschickt. Wenn sie nicht zum Islam konvertierten, müssten alle Mandäer mit dem Tod rechnen, sei mandäischen Flüchtlingen in Australien und Deutschland schriftlich mitgeteilt worden, berichtete die Menschenrechtsorganisation am Dienstag. Außerdem seien in dem Drohbrief die Frauen der Mandäer als Prostituierte beschimpft und beschuldigt worden, sie würden „schwarze Magie“ praktizieren. Die Mandäer seien schmutzige Perser und sollten nach Persien zurückkehren, hieß es weiter.

„Wir nehmen diese Drohung sehr ernst“, sagte der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch. „Von ehemals 30.000 gibt es im Irak heute nur noch höchstens 13.000 Angehörige dieser alten Religionsgemeinschaft, die sich auf Johannes den Täufer zurückführt. Mindestens 17.000 Mandäer mussten vor Mord, Verschleppung und Vergewaltigung bereits in die Nachbarländer flüchten.“ Die Mandäer gelten im Irak als vogelfrei. Es gibt erschütternde Beispiele dafür, dass selbst Kinder und Jugendliche nicht verschont werden.

Zur Rettung der weltweit 60.000 Personen zählenden kleinen Glaubensgemeinschaft der Mandäer hat die GfbV in den letzten Wochen und Monaten sowohl die deutsche Bundesregierung als auch die Regierungen Schwedens und Australiens gebeten, Kontingente der Mandäer aufzunehmen. Dort gibt es bereits mandäische Exilgruppen.

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