Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Mit Erleichterung nimmt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zur Kenntnis, dass der tschetschenische Menschenrechtsaktivist Said-Emin Ibragimov seinen Hungerstreik für den Frieden in Tschetschenien nach 40 Tagen am heutigen Mittwoch beendet hat. „Ibragimov schwebte durch sein entschlossenes Fasten immer wieder in Lebensgefahr“, berichtete die GfbV-Expertin für Tschetschenien, Sarah Reinke, am Mittwoch. Besonders in den letzten Tagen sei der Gesundheitszustand des Vorsitzenden der Organisation „Für Frieden und Menschenrechte“ so schlecht gewesen, dass von Tschetschenienunterstützern weltweit täglich um sein Überleben gefürchtet worden sei.
„Unser Dank gilt besonders dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten und Tschetschenienberichterstatter des Europarates, Rudolf Bindig, der- auch nach Appellen der GfbV – Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Ibragimov signalisiert hat“, erklärte Reinke weiter. So bestehe Hoffnung darauf, dass die Forderung Ibragimovs nach mehr Aufmerksamkeit für den anhaltenden Krieg in Tschetschenien, zumindest im Europarat ernst genommen werde.
Immer wieder hat Ibragimov durch spektakuläre Aktionen – wie einen Friedensmarsch von Brüssel nach Straßburg im vergangenen Sommer oder Demonstrationen vor dem Gebäude der Parlamentarischen Versammlung des Europarates – auf den anhaltenden Krieg in Tschetschenien aufmerksam gemacht.

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