Zum Inhalt springen
Aktuelles News & Artikel Ukrainischer Regisseur Oleg Sentsow zu 20 Jahren Straflager verurteilt

Beweise für seine Schuld fehlen völlig (News)

Ukrainischer Regisseur Oleg Sentsow zu 20 Jahren Straflager verurteilt

Ukrainischer Regisseur Oleg Sentsow zu 20 Jahren Straflager verurteilt
© Radio Free Europe/Radio Liberty via Twitter

Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen

Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.

Im südrussischen Rostow am Don wurde heute der ukrainische Regisseur Oleg Sentsow zu 20 Jahren Straflager verurteilt. Der Aktivist Alexander Koltschenko muss für zehn Jahre ins Straflager. Beide sind unschuldig. Für Sentsow hatten sich namhafte internationale Regisseure wie Stephen Daldry, Mike Leigh, Mike Downey, Agnieszka Holland, Dariusz Jablonski, Aki Kaurismäki, Ken Loach, Wojciech Marczewski, Béla Tarr, Bertrand Tavernier, Andrzej Wajda und Wim Wenders eingesetzt.

Sentsow wurde von den russischen Behörden vorgeworfen, er sei Mitglied einer terroristischen Vereinigung. Am 11. Mai 2014 war er deshalb in seiner Heimat auf der Krim verhaftet und nach Moskau verschleppt worden. In der Untersuchungshaft wurde er gefoltert. Die Anklage beruhte auf zwei Zeugenaussagen. Einer der Zeugen hat seine Aussage zurück gezogen und zugegeben, dass sie unter Folter entstanden sei. Beide, Sentsow und Koltschenko sind ukrainische Staatsbürger und haben nie einen russischen Pass beantragt. Schon von daher ist das Verfahren illegal. Die Verurteilung zu diesen katastrophal hohen Haftstrafen ist eine Schande für die russische Rechtssprechung.

Foto: © Radio Free Europe/Radio Liberty via Twitter

Gemeinsam handeln – Newsletter abonnieren

Bleiben Sie informiert über unsere Menschenrechtsarbeit, Erfolge und aktuelle Kampagnen. Unser Newsletter bringt Ihnen Stimmen unserer Partner*innen, Analysen und Möglichkeiten zum Mitmachen direkt ins Postfach.