Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Radio Lora München
Mehr als 100 Menschen wurden am vergangenben Sonntag bei einer Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Volksgruppen im Südsudan getötet, seit Jahresbeginn sind in dieser von den Nachrichtensendungen und Redaktionen praktisch komplett ignorierten Region mehr als 2100 Opfer zu beklagen gewesen, dort herrscht inzwischen praktisch wieder ein Bürgerkrieg, angefacht durch die Zentralregierung im Nordsudan, die an einer Stabilisierung des versuchten Friedensprozesses wohl kein Interesse zu haben scheint. Auch Bischöfe richten immer dringlichere Appelle an das Ausland, mehr für die Sicherheit des 2007 begonnenen Friedensprozesses zu tun, der planmäßig seinen Abschluss mit einer Volksabstimmung über die Unabhängigkeit des südlichen Sudans im übernächsten Jahr finden soll.
Die siegreichen ehemaligen Freiheitskämpfer, aber auch zahlreiche Bewohner überfallener Dörfer beschuldigen jedenfalls die sudanesische Regierung in Khartoum, die Mördermilizen mit Waffen auszustatten.
Die Kollegen von Radio Lora München interviewten dazu den Afrikareferenten Ulrich Delius.
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