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Aktuelles News & Artikel Ureinwohnern droht Marginalisierung und Plünderung der Arktis

Kanada: Wahlsieg der Konservativen Partei

Ureinwohnern droht Marginalisierung und Plünderung der Arktis

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Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) befürchtet, dass sich die Lebensbedingungen der 1,3 Millionen Ureinwohner in Kanada durch den Sieg der Konservativen Partei bei den dortigen Parlamentswahlen spürbar verschlechtern werden. So habe die Konservative Partei in ihrem Wahlprogramm eine deutliche Verstärkung der militärischen Sicherung der Arktis angekündigt, um den Abbau von Bodenschätzen zu gewährleisten. „Doch die Aubeutung dieser natürlichen Ressourcen wird den Lebensraum der 93.000 Ureinwohner im Norden des Landes erheblich beeinträchtigen“, warnte die Menschenrechtsorganisation.

Außerdem werde durch den konservativen Spitzenkandidaten Stephen Harper ein 3,5 Milliarden Euro umfassendes Programm zugunsten der indigenen Bevölkerung in Frage gestellt, das im November 2005 von der Regierung angekündigt worden war, um den Lebensstandard der Urbevölkerung zu heben. Das Programm sah vor allem eine Förderung der Schulbildung, des Wohnungsbaues, der Gesundheitsversorgung und ihrer Integration in das Wirtschaftsleben vor.

Nach dem Konflikt mit Dänemark um die Kontrolle der Hans-Insel im Jahr 2005 hatte die Konservative Partei im Dezember 2005 den Acht-Punkte-Plan „Kanada Zuerst“ verkündet, der eine deutliche Verstärkung der militärischen Präsenz in der Arktis vorsieht. So sollen Luftlandetruppen auf Militärbasen in Nordkanada stationiert werden, ein Arktisches Militärisches Trainingszentrum in Cambridge Bay (Nunavut) aufgebaut und unbesetzte Drohnen zur Luftüberwachung der Arktis eingesetzt werden. Auch soll mit modernster Unterwassertechnologie ein auf Sensoren gestütztes Überwachungsnetz für die gesamte kanadische Arktis entwickelt werden und die Zahl der in der Region stationierten Kriegsschiffe deutlich erhöht werden.

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