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Kein „fairer Deal“: Dutzenden indigenen Völkern droht durch Trumps Ignoranz das Aus (Pressemitteilung)

USA ziehen sich von Welt-Klimavertrag zurück

USA ziehen sich von Welt-Klimavertrag zurück
In Amazonien trocknen wegen des Klimawandels die Flüsse aus, sodass die vom Fischfang lebenden Ureinwohner keine Fische mehr finden. Foto: Shever via Flickr

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Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wirft US-Präsident Donald Trump vor, mit seinem Rückzug vom Welt-Klimavertrag das Überleben von Dutzenden indigenen Völkern zu gefährden. „Trump fordert einen fairen Deal. Doch für die mehr als 6.000 indigenen Völker weltweit ist sein Verhalten an Unfairness kaum zu überbieten. Die Ureinwohner leiden am meisten unter den Folgen der Erderwärmung und warten seit Jahrzehnten vergeblich auf mehr Fairness von den Hauptverursachern des Klimawandels“, kritisierte der GfbV-Direktor Ulrich Delius am Freitag in Göttingen. „Trumps Ignoranz ist für viele indigene Völker akut existenzbedrohend und nicht einfach nur ärgerlich.“

„Ob Sami-Rentierhalter in Skandinavien, Fulani-Hirten in Nigeria, Afar-Nomaden in Eritrea, Tibeter im Himalaya, Papua in Neuguinea, Amazonas-Indianer oder Maohi-Ureinwohner in Polynesien – für sie alle und noch viele andere indigene Völker geht es um das nackte Überleben, wenn die internationale Gemeinschaft den Klimawandel nicht endlich entschlossen eindämmt.“

Bereits lange bevor Wissenschaftler auf den Klimawandel aufmerksam wurden, beobachteten indigene Völker massive Veränderungen in der Natur, die ihre Lebensgrundlagen unmittelbar gefährden. So warnten sie schon vor anderthalb Jahrzehnten vor dem Abschmelzen von Gletschern und Eisbergen sowie vor ausbleibenden Regenfällen oder Extremwetter. „Das ist für die Ureinwohner kein Versicherungsproblem oder die Frage eines angeblich profitableren Deals, sondern hat viel weitreichendere Folgen“, sagte Delius.

So werden in Nigeria durch ausbleibende Regenfälle und vertrocknende Weideflächen bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Hirten und ansässigen Bauern geschürt. In Äthiopien, Eritrea und Kenia fürchten Nomaden den Zusammenbruch ihrer traditionellen Lebens- und Wirtschaftsform. Auf der Halbinsel Jamal im Norden Sibiriens klagen Nenzen über plötzliche Regenfälle, die den Schnee mit einer Eisschicht überziehen, so dass zehntausende Rentiere keine Nahrung mehr fanden und verendeten. In Sibirien fürchten Ureinwohner die Folgen des Auftauens von Permafrostböden, bei dem große Mengen von Methan und anderen Treibhausgasen freigesetzt werden. In Amazonien trocknen wegen des Klimawandels die Flüsse aus, sodass die vom Fischfang lebenden Ureinwohner keine Fische mehr finden.

Header Foto: Shever via Flickr

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