Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Darfur leidet
Rund 4.500 Dörfer wurden seit 2003 von sudanesischen Soldaten oder Janjaweed-Reitermilizen systematisch zerstört. Dorfbewohner wurden willkürlich vergewaltigt oder erschossen, Brunnen vergiftet und Viehherden vernichtet. Mindestens 400.000 Menschen starben bei dem Völkermord. Eine Rückkehr der drei Millionen Vertriebenen in ihre zerstörten Dörfer wird von den sudanesischen Behörden ausgeschlossen. Stattdessen sollen die überlebenden Opfer des Genozids in der Nähe der Flüchtlingslager angesiedelt werden, in denen sie vor Jahren Zuflucht suchten.
Zunehmende Gewalt im Südsudan
Fünfeinhalb Jahre nach Beilegung des Krieges zwischen Nord- und Südsudan spitzt sich die Lage im Süden des Landes dramatisch zu. Ethnische Konflikte haben dort zu einer Eskalation der Gewalt geführt. Seit Januar 2009 starben mehr als 3.000 Menschen bei Auseinandersetzungen, dutzende Dörfer wurden verwüstet. Zehntausende Menschen mussten fliehen.
Konflikte um Vieh- und Weideland stehen im Mittelpunkt der blutigen Kämpfe. In Zeiten der wirtschaftlichen und politischen Krise sind für viele Südsudanesen die Viehherden der einzige Garant dafür, ihr Überleben sicherzustellen. Die Not vieler Menschen nimmt zu, da die Regierung des autonomen Südsudan Löhne und Gehälter oft nicht mehr auszahlen kann.
Die GfbV auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München
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